New facts inadmissible; half disability pension upheld

9C_33/2008Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung16.06.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

B.________ appealed a cantonal judgment concerning the revision of her disability pension and argued that the medical facts had not been fully clarified. The Federal Court held that her allegation about the psychiatric expert relied on new facts and was therefore inadmissible. It further found no basis to disturb the cantonal findings regarding alleged morphine dependency, continence issues, or the income comparison. The court noted that the cantonal court had already applied a 15% disability-related deduction and that even a 25% deduction would yield only a 57% disability degree, which is insufficient for a pension above a half pension. The appeal was dismissed insofar as admissible, and court costs were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 99 Abs. 1 BGG; Art. 109 Abs. 2 lit. b und Abs. 3 BGG; Art. 28 Abs. 1 IVG: New factual allegations may not be introduced for the first time before the Federal Court. A challenge to the cantonal court’s assessment of evidence must demonstrate manifest error or a violation of federal law; merely appellatory criticism is insufficient. Where the cantonal court has performed the income comparison and applied a disability-related deduction, the Federal Court will not intervene absent a legally relevant error. If the disability degree remains below the threshold for a pension above one half, the claim fails.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_33/2008

Urteil vom 16. Juni 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Seiler,
Gerichtsschreiber Fessler.

Parteien
B.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer, Schützengasse 7, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. November 2007.

In Erwägung,
dass B.________ gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. November 2007 betreffend die revisionsweise Erhöhung der halben Rente Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat,
dass das Gesuch der B.________ um Befreiung von der Bezahlung von Gerichtskosten wegen Aussichtslosigkeit des Prozesses abgewiesen worden ist (Verfügung vom 17. März 2008),
dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen eine unvollständige Abklärung des medizinischen Sachverhalts durch die Vorinstanz rügt,
dass die Notwendigkeit einer weiteren psychiatrischen Abklärung mit neuen Tatsachenbehauptungen (Neugier des psychiatrischen Gutachters betreffend das Sexualleben der Explorandin) begründet wird, was unzulässig ist (Art. 99 Abs. 1 BGG),
dass die Vorinstanz zur behaupteten Morphiumabhängigkeit festgestellt hat, es seien keine Anhaltspunkte für Missbrauch bzw. starken Konsum von Schmerzmitteln zu finden, was nicht offensichtlich unrichtig ist,
dass mit Bezug auf einen «allfälligen Einfluss der Kontinenzproblematik auf die Arbeitsfähigkeit» nicht dargelegt wird, inwiefern die vorinstanzliche Begründung, weshalb von diesbezüglichen Abklärungen keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Befunde zu erwarten seien und darauf verzichtet werden könne, Bundesrecht verletzt,
dass im Rahmen der rheumatologischen Begutachtung auch der linke Arm, Status nach dreimal operierter Ellenbogenfraktur 2000, klinisch untersucht, in der Expertise eine darauf zurückzuführende (zusätzliche) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aber weder festgehalten noch diesbezügliche Abklärungen empfohlen wurden,
dass die Vorbringen in der Beschwerde, die Chronifizierung der Schmerzen sei zu wenig berücksichtigt worden und bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leichten nicht wirbelbelastenden Tätigkeit sei ein Verdienst von 50 % nicht möglich, eine unzulässige appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Entscheid darstellen (Urteil 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3 mit Hinweis),
dass entgegen den Vorbringen in der Beschwerde die Vorinstanz bei der Ermittlung des Invalideneinkommens einen Leidensabzug (von 15 %) nach BGE 126 V 75 vorgenommen hat,
dass selbst bei einem (maximal zulässigen) Abzug von 25 % ein Invaliditätsgrad von lediglich 57 % resultierte, was für den Anspruch auf eine höhere als eine halbe Rente nicht genügt (Art. 28 Abs. 1 IVG),
dass die Beschwerde, soweit zulässig, offensichtlich unbegründet ist (Art. 109 Abs. 2 lit. b und Abs. 3 BGG),
dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 16. Juni 2008
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Schlagwörter

invalidity insurancerevisionmedical assessmentnew factsincome comparisondisability degreeappellate reviewcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether new factual allegations about the psychiatric expert's conduct could be considered on appeal

Extrahierter Entscheid

The new allegations could not be considered because they were raised for the first time before the Federal Court.

Extrahierte Begründung

They constituted inadmissible new facts within the meaning of Art. 99 Abs. 1 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the medical record was insufficiently clarified, especially regarding alleged morphine dependency and continence problems

Extrahierter Entscheid

The appellant did not show that the cantonal court's findings were manifestly incorrect or that further clarifications were required.

Extrahierte Begründung

No indications of misuse or heavy consumption of pain medication were found; the appellant also failed to explain why further clarification of the continence issue would likely produce legally relevant findings.

Kernrechtsfrage

Whether the income comparison and disability degree justified a pension above one half

Extrahierter Entscheid

Even assuming the maximum permissible deduction, the disability degree would only reach 57%, which is insufficient for a pension higher than a half pension.

Extrahierte Begründung

The cantonal court had already applied a 15% deduction, and the criticism was largely appellatory; under Art. 28 Abs. 1 IVG the claimed threshold was not met.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be granted due to alleged errors in the cantonal decision

Extrahierter Entscheid

The appeal was manifestly unfounded insofar as it was admissible.

Extrahierte Begründung

The decisive complaints either relied on inadmissible new facts or failed to demonstrate a violation of federal law.

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