projekte
9C_321/2010 ΓÇó Inadmissibility of appeal against reduction of AHV/IV/EO contributions
9C_321/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung30.04.2010Dismissed
B. challenged the Zurich Social Insurance Court judgment on the reduction of AHV/IV/EO contributions. The Federal Supreme Court held that appeals in public law matters are inadmissible against decisions on deferral or waiver of taxes and, by analogy, against reductions of AHV/IV/EO contributions as partial waivers. The incorrect remedy instruction in the cantonal decision did not create admissibility. The filing could not be treated as a subsidiary constitutional complaint because no constitutional rights were invoked or substantiated. The Court therefore did not enter into the appeal and waived court costs.
Art. 83 lit. m BGG; reduction of AHV/IV/EO contributions under Art. 11 Abs. 1 AHVG in conjunction with Art. 3 Abs. 2 IVG and Art. 27 Abs. 3 EOG as partial waiver of contributions: such decisions are excluded from the appeal in public law matters. An incorrect legal remedy instruction cannot establish a remedy excluded by law. Subsidiary constitutional complaint under Art. 113 ff. BGG is available only for alleged violations of constitutional rights and requires substantiated constitutional grievances under Art. 106 Abs. 2 in connection with Art. 117 BGG. Manifestly inadmissible submissions are dealt with in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.
{T 0/2}
9C_321/2010
Urteil vom 30. April 2010
II. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Keel Baumann.
Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 26. Februar 2010.
Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 12. April 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 26. Februar 2010 betreffend Herabsetzung von AHV/IV/ EO-Beiträgen,
in Erwägung,
dass gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht unzulässig ist (Art. 83 lit. m BGG),
dass dies auch für Entscheide über die Herabsetzung von AHV/IV/EO-Beiträgen gemäss Art. 11 Abs. 1 AHVG (in Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 IVG und Art. 27 Abs. 3 EOG) gilt, da es sich hiebei um einen teilweisen Erlass handelt (SVR 2008 AHV Nr. 12 S. 38, 9C_690/2007 E. 1.1; Urteil 9C_135/2010 vom 26. Februar 2010; Hansjörg Seiler, in: Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 84 zu Art. 83 BGG),
dass sich der Beschwerdeführer nicht auf die falsche Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid berufen kann, weil auch eine solche nicht eine Rechtsmittelmöglichkeit schaffen kann, welche es von Gesetzes wegen nicht gibt (BGE 125 II 293 E. 1d S. 300; 113 Ib 212 E. 1 S. 213),
dass einzig die subsidiäre Verfassungsbeschwerde in Frage kommt (Art. 113 ff. BGG), mit welcher indessen nur die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann,
dass das Bundesgericht die Verletzung von Grundrechten nur insofern prüft, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG),
dass das eingereichte Rechtsmittel auch nicht als Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden kann, weil der Beschwerdeführer keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht,
dass auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 30. April 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
Meyer Keel Baumann