Non-entry for insufficiently reasoned appeal on supplementary benefits

9C_292/2011Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung11.05.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

R.________ appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal judgment concerning supplementary benefits to AHV/IV. The court held that the appeal did not comply with the statutory reasoning duty because it failed to engage with the decisive grounds of the cantonal decision and did not show any manifestly incorrect factual findings or legal errors. In simplified proceedings, the court therefore did not enter into the appeal. Given the circumstances, no court costs were imposed, and the request for legal aid became moot. The appellant was left to reapply to the administration with the documents if she wished to pursue the supplementary benefits claim again.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 und Art. 95 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: A federal appeal is inadmissible where the appellant fails to engage with the decisive reasoning of the challenged decision and merely restates prior submissions. The reasoned complaint must, in a case-specific manner, show why the cantonal findings are manifestly incorrect or legally erroneous. Absent such substantiation, the court may decline to enter the matter in simplified procedure. If, in the circumstances, court costs are exceptionally waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG, a pending request for legal aid becomes moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_292/2011

Urteil vom 11. Mai 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
R.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonale Ausgleichskasse Glarus,
Zwinglistrasse 6, 8750 Glarus,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus
vom 16. März 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der R.________ vom 11. April 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 16. März 2011 betreffend Ergänzungsleistungen,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt hat, weshalb die Beschwerdegegnerin mangels der von der Beschwerdeführerin wiederholt verlangten, aber nicht eingereichten Unterlagen keine Berechnung der Ergänzungsleistungen vornehmen und demzufolge keine Verfügung über den Anspruch auf Ergänzungsleistungen erlassen konnte und damit keine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens und keine Rechtsverzögerung gegeben ist,
dass sich die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 11. April 2011 mit diesen für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, indem sie weder rügt noch aufzeigt, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung gemäss Art. 95 BGG beruhend und die darauf basierenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten,
dass die Beschwerde damit den gesetzlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos wird,
dass sich die Beschwerdeführerin mit den dem Bundesgericht eingereichten Unterlagen an die Verwaltung zu wenden hat, wenn sie ihren Anspruch auf Ergänzungsleistungen erneut geltend machen will,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. Mai 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

supplementary benefitsadmissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costslegal aidprocedural economy

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal satisfied the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not address the decisive reasoning of the cantonal judgment and therefore failed to meet the minimum admissibility requirements.

Extrahierte Begründung

The appellant neither challenged nor showed that the cantonal findings were manifestly inaccurate or legally flawed, as required by Arts. 42 and 97 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied in view of the circumstances.

Extrahierte Begründung

The court waived costs under Art. 66(1) second sentence BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the request for legal aid should be dealt with

Extrahierter Entscheid

The request became moot because no court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

Once costs were waived, there was no need to decide legal aid.

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