Non-entry due to insufficient appeal reasoning in health insurance case

9C_213/2012Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung29.03.2012Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal decision concerning outstanding health insurance premiums. The Federal Supreme Court held that the appeal failed to meet the minimum reasoning requirements because it did not engage with the lower court’s decisive reasons, in particular the rule that insured persons in arrears cannot change insurer until all outstanding amounts are paid. As the submission also lacked a proper prayer for relief, the Court declined to enter into the appeal under the simplified procedure. Court costs were waived.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal requires a prayer for relief and a reasoned submission engaging with the decisive considerations of the challenged decision. A merely appellatory filing or one that omits any substantive confrontation with the lower court’s reasoning does not satisfy the minimum requirements and leads to non-entry in simplified procedure. If the circumstances so warrant, the Court may waive costs under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_213/2012

Urteil vom 29. März 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

CSS Kranken-Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungs-gerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Februar 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 6. März 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Februar 2012 betreffend ausstehende Krankenkassenprämien,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin diesen gesetzlichen Mindestanforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung offensichtlich nicht genügt, da ihr in keiner Weise eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz zu entnehmen ist, wonach säumige Versicherte den Krankenversicherer solange nicht wechseln können, als sie die ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinse und Betreibungskosten nicht vollständig bezahlt haben (Art. 64a Abs. 4 KVG) und die Beschwerde zudem auch keinen rechtsgenüglichen Antrag enthält,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. März 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Helfenstein Franke

Schlagwörter

health insuranceappeal admissibilityreasoning requirementsnon-entrycourt costspremiums arrears