No standing to challenge denial of rehabilitation and certificate

9C_203/2009Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung10.06.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

S.________, who receives a full disability pension, asked the IV-Stelle Bern for a confirmation for the tax authority and challenged its refusal to acknowledge a rehabilitation claim. The Bern cantonal court did not enter into the complaint. Before the Federal Supreme Court, the issue was whether the appeal was admissible. The court held that S.________ lacked a protected interest regarding the rehabilitation refusal and that the requested tax confirmation was not an appealable decision because it did not concern a legal relationship with the IV office. The appeal was therefore dismissed as inadmissible, and court costs of CHF 500 were charged to S.________.

Omnilex-Regeste

Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG; admissibility of an appeal in social insurance matters; a complainant must show a protected interest in the annulment or amendment of the contested act. Where the appellant himself states that he did not apply for the substantive relief refused by the administration, he lacks standing to challenge that refusal. A requested administrative confirmation that does not concern a legal relationship between the insured person and the authority does not constitute an appealable decision and cannot form the object of a Federal Supreme Court appeal (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_203/2009

Urteil vom 10. Juni 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Seiler, Bundesrichterin Pfiffner Rauber,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Parteien
S.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Februar 2009.

Nach Einsicht
in ein Gesuch an die IV-Stelle Bern, womit S.________, der seit 1. März 2003 unter anderem eine ganze Rente der Invalidenversicherung bezieht, eine Bestätigung zuhanden der Steuerverwaltung verlangte, dass sein Jus-Studium eine sinnvolle Massnahme zur Eingliederung darstelle,
in den Verwaltungsakt vom 7. Januar 2009, mit welcher die IV-Stelle einen Anspruch auf Umschulung ablehnte und beifügte, sie könne lediglich bestätigen, dass der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen in seiner angestammten Tätigkeit als Arzt zu 85% erwerbsunfähig sei, auch eine Umschulung in eine andere Tätigkeit daran nichts ändern würde und es nicht den Tatsachen entspreche, dass das Zweitstudium von der IV empfohlen worden sei,
in den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Februar 2009, mit welchem auf die Beschwerde des S.________ nicht eingetreten wurde,
in die hiegegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, mit welcher er die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides beantragt,

in Erwägung,
dass zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten berechtigt ist, wer ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG),
dass offen bleiben kann, ob dem Verwaltungsakt vom 7. Januar 2009, mit welchem der Anspruch auf Umschulung abgewiesen wurde, kein Verfügungscharakter zukommt, wie das die Vorinstanz erwogen hat, weil auch bei Annahme einer Verfügung auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, da es dem Beschwerdeführer an einem schutzwürdigen Interesse an deren Aufhebung mangelt, nachdem er selbst vorbringt, er habe gar kein Umschulungsgesuch gestellt,
dass hinsichtlich der gerügten Verweigerung einer Bestätigung zuhanden der Steuerbehörde keine Verfügung vorliegt und es damit an einem Anfechtungsgegenstand der Beschwerde an das Bundesgericht mangelt,
dass eine diesbezügliche Verfügung von der IV-Stelle auch nicht erlassen werden könnte, nachdem die geforderte Bestätigung kein Rechtsverhältnis des Beschwerdeführers mit der IV-Stelle betrifft, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat,
dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 10. Juni 2009

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

standingappealabilityprotected interestdisability insurancerehabilitationtax confirmationnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the denial of rehabilitation assistance is admissible despite the claimant's lack of a protected interest.

Extrahierter Entscheid

The appeal is inadmissible because, even assuming the administrative act is an appealable decision, the claimant lacks a protected interest in its annulment or amendment.

Extrahierte Begründung

The claimant himself stated that he had not filed any rehabilitation request, so he had no legal interest in challenging the refusal.

Kernrechtsfrage

Whether the refusal to issue a confirmation for the tax authority is an appealable decision before the Federal Court.

Extrahierter Entscheid

No appealable decision exists regarding the requested confirmation, so there is no object capable of challenge.

Extrahierte Begründung

The requested confirmation does not concern a legal relationship between the claimant and the IV office; therefore the IV office could not issue a reviewable decision on that matter.

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