Federal appeal inadmissible for lack of value in employer liability case

9C_2/2014Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung15.01.2014Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a cantonal judgment ordering D.________ to pay CHF 23,568.85 to the compensation fund in employer liability proceedings under AHV law. It held that the statutory value threshold for a federal appeal was not reached and that no fundamental legal question was shown. The submission also failed to satisfy the requirements for a subsidiary constitutional complaint and did not meet the BGG reasoning standards. The Court therefore declined to hear the appeal and waived court costs.

Regest

Art. 85 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 BGG; Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 97 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b, Art. 113 ff., Art. 117 BGG; employer liability under Art. 52 AHVG: An appeal in employer-liability matters is admissible only if the value in dispute reaches CHF 30,000 or a question of fundamental importance is invoked and substantiated. Absent such conditions, the Federal Supreme Court enters no matter in simplified procedure. A filing cannot be requalified as a subsidiary constitutional complaint unless constitutional violations are specifically and substantiatedly alleged. The appeal must also engage with the decisive reasoning of the cantonal decision and adequately challenge the factual findings and legal assessment.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

9C_2/2014

Urteil vom 15. Januar 2014

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Furrer.

Verfahrensbeteiligte
D.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse Arbeitgeber Basel, Viadukt-strasse 42, 4051 Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung (Haftung des Arbeitgebers, Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozial-versicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 9. September 2013.

Nach Einsicht
in den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 9. September 2013, mit welchem D.________ in teilweiser Gutheissung seiner Beschwerde verpflichtet wurde, der Ausgleichskasse Fr. 23'568.85 zu bezahlen,
in die von D.________ hiegegen erhobene Beschwerde vom 31. Dezember 2013 (Poststempel),

in Erwägung,
dass nach der Rechtsprechung (BGE 137 V 51) die Beschwerde an das Bundesgericht im Sinne von Art. 82 ff. BGG gegen einen Entscheid über die Arbeitgeberhaftung gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG nur zulässig ist, wenn eine Streitwertgrenze von Fr. 30'000.- (Art. 85 Abs. 1 lit. a BGG) erreicht ist oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 2 BGG),
dass sich der Streitwert im vorliegenden Fall auf Fr. 23'568.85 beläuft, entsprechend dem Betrag, der im kantonalen Beschwerdeverfahren streitig geblieben war (Art. 85 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG; Urteil 9C_125/2011 vom 7. Juni 2011 E. 1.4-1.6, in: SVR 2011 AHV Nr. 20 S. 71), womit die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.- offensichtlich nicht erreicht wird,
dass weder ersichtlich ist noch dargelegt wird (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt,
dass die Eingabe auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) entgegengenommen werden kann, weil damit nicht in substanziierter Weise eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt wird (Art. 116 und Art. 117 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG),
dass die Eingabe des Beschwerdeführers überdies die inhaltlichen Mindestanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht erfüllt, da er sich nicht in hinreichender Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und seinen Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 BGG resp. Art. 117 in Verbindung mit Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 15. Januar 2014

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Furrer

Schlagwörter

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