Non-entry on appeal against costs order in remand decision

9C_196/2011Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung29.03.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appeal against the cantonal court's refusal to award party compensation in a remand judgment was an inadmissible appeal against an interim decision. The cost and compensation ruling in the remand decision did not create irreparable harm, and Art. 93(1)(b) BGG was not applicable because no final decision on the merits could result from deciding the compensation issue alone. The appeal was therefore not entered into, and the appellant was ordered to pay CHF 300 in court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a remand decision containing a costs/party-compensation ruling; a remand decision is an interim decision, and the determination of costs or party compensation therein does not, as a rule, cause irreparable prejudice within the meaning of Art. 93(1)(a) BGG. Nor is Art. 93(1)(b) BGG satisfied where the appeal concerns only the allocation of compensation and cannot immediately bring about a final decision on the merits. Such complaints are therefore inadmissible.

Gesamter Gesetzestext

9C_196/2011 {T 0/2}

Urteil vom 29. März 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
Z._________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Krapf,
Beschwerdeführer,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, Rechtsdienst, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 9. Februar 2011.

in Erwägung,
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 9. Februar 2011 die Beschwerde des Z._________ gegen einen Einspracheentscheid der Ausgleichskasse des Kantons Zürich vom 4. März 2010 betreffend Schadenersatz nach Art. 52 AHVG in dem Sinne gutgeheissen hat, dass es den pendente lite erlassenen Einspracheentscheid vom 10. März 2010 und den ursprünglichen Einspracheentscheid vom 4. März 2010 aufgehoben und die Sache unter Feststellung der grundsätzlichen Schadenersatzpflicht im Sinne der Erwägungen zu neuer Verfügung über die Höhe des Schadenersatzes an die Verwaltung zurückgewiesen hat,
dass das Gericht Z._________ keine Parteientschädigung zugesprochen hat (Dispositiv-Ziffer 3),
dass Z._________ mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zur Hauptsache beantragen lässt, in Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 3 des vorinstanzlichen Entscheides sei das kantonale Gericht zu verpflichten, ihm für das kantonale Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen,
dass es sich beim (materiell nicht angefochtenen) vorinstanzlichen Rückweisungsentscheid um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481),
dass solche (selbstständig eröffneten) Entscheide nur unter den alternativen Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG anfechtbar sind, d.h. wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b),
dass der zweite Tatbestand hier keine Rolle spielt, vermöchte doch ein Urteil des Bundesgerichts über die Verlegung der Parteientschädigung im kantonalen Verfahren zu keinem Endentscheid in der Sache zu führen,
dass das Bundesgericht betreffend das Erfordernis von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG in BGE 133 V 645 E. 2.1 S. 647 erkannt hat, die Regelung der (Kosten- und) Entschädigungsfolge in einem Rückweisungsentscheid stelle ebenfalls einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG dar und der nicht wiedergutzumachende Nachteil sei auch insofern zu verneinen, weshalb auf entsprechende Beschwerden nicht einzutreten sei,
dass auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. März 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Schlagwörter

admissibilityinterim decisionremandparty compensationirreparable harmcourt costssocial insuranceAHV

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the cantonal remand decision was admissible under Art. 93 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the challenged decision was an interim decision and no irreparable harm was shown.

Extrahierte Begründung

A remand decision is an interim decision; the cost/compensation ruling within it is likewise interim. The alternative ground of Art. 93(1)(b) BGG did not apply because a ruling on party compensation could not lead to a final decision on the merits.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to have the cantonal court award party compensation.

Extrahierter Entscheid

This request was not examined on the merits due to inadmissibility.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was manifestly inadmissible, the Federal Supreme Court did not enter into the compensation complaint.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the unsuccessful appellant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

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