Appeal inadmissible for insufficient reasoning

9C_165/2011Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung09.03.2011Inadmissible

Zusammenfassung

The heirs challenged a cantonal social-insurance decision concerning AHV matters. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the statutory reasoning requirements, as it failed to show how the cantonal findings of fact were erroneous or legally wrong. The heirs' argument that they lacked funds to pay the contributions was deemed outside the scope of the appeal, because a reduction of personal contributions must be requested separately from the compensation office. The Court therefore did not enter into the appeal and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for insufficient reasoning: a federal appeal must, in a concise and intelligible manner, indicate which legal errors are alleged in the challenged decision; mere reference to a different assessment of the facts or to arguments unrelated to the contested subject matter is insufficient. Complaints directed only at issues that require a separate administrative request, such as a reduction of personal AHV contributions under Art. 11 AHVG, are not part of the appeal proceedings and cannot cure the lack of reasoning. Where the appeal manifestly fails the formal requirements, the court may decide under the simplified procedure and waive court costs under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

9C_165/2011 {T 0/2}

Urteil vom 9. März 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Keel Baumann.

Verfahrensbeteiligte
Erbengemeinschaft X.________,
bestehend aus

  1. S.________,
  2. T.________,
    Beschwerdeführerinnen,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 21. Dezember 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 16. Februar 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 21. Dezember 2010,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass T.________, handelnd für die aus ihr und ihrer Mutter bestehende Erbengemeinschaft, geltend macht, ihre finanziellen Verhältnisse würden es nicht erlauben, die ausstehenden Beiträge zu begleichen, diese die Herabsetzung der persönlichen Beiträge (Art. 11 AHVG) betreffende Frage indessen nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet, sondern vielmehr auf entsprechendes Gesuch hin von der Ausgleichskasse zu prüfen ist (auf welche Möglichkeit die Ausgleichskasse den zwischenzeitlich verstorbenen Versicherten bereits im Einspracheentscheid vom 5. August 2009 hingewiesen hat),
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 9. März 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Keel Baumann

Schlagwörter

social insuranceinadmissibilityreasoning requirementsfederal appealAHV contributionscourt costs