Invalidity pension denied; appeal dismissed as manifestly unfounded

9C_141/2007Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung21.06.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the insured person's public-law appeal against the Aargau Social Insurance Court. It held that the cantonal findings of full capacity for adapted work were not shown to be manifestly wrong. The SUVA assessment concerned accident-insurance issues and had limited probative value here. The court also referred to the case law on syndromal complaints without clear organic etiology. The appeal was handled in simplified proceedings as manifestly unfounded, and CHF 500 in costs were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 109 BGG; invalidity assessment and review of factual findings: the Federal Supreme Court is bound by the facts found below unless they are manifestly incorrect or based on a legal error. In disability-pension cases, medical assessments obtained for another social-insurance purpose may have only limited evidentiary weight if they concern a different legal framework. Where the lower court reasonably relies on a comprehensive medical file, including the case law on syndromal complaints without a clearly established organic basis, its assessment of work capacity will not be disturbed. A manifestly unfounded appeal may be disposed of summarily without exchange of submissions.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_141/2007

Urteil vom 21. Juni 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Seiler,
Gerichtsschreiber Wey.

Parteien
M.________, 1965, Beschwerdeführer,
vertreten durch die Beratungsstelle für Ausländer, Schützengasse 7, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 14. Februar 2007.

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 15. September 2005 und Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2005 verneinte die IV-Stelle des Kantons Aargau einen Anspruch des 1965 geborenen M.________ auf eine Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 24 %.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 14. Februar 2007 ab.
M.________ führt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag auf Zusprechung einer halben Invalidenrente.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG) und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [Art. 16 ATSG] für die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 IVG BGE 132 V 393).
2.
Die Vorinstanz hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten Aktenlage, insbesondere gestützt auf den Bericht der Klinik X.________ vom 21. Juli 2004 mit einlässlicher und nachvollziehbarer Begründung erkannt, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner diagnostizierten Leiden (im Wesentlichen Lumbalgie/Lumboischialgie ohne radikuläres Defizit bei Bandscheibenvorfall L5/S1 mediolateral rechts mit Verlagerung des Durasack, aber ohne eindeutige Wurzelkompression; rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom) in einer angepassten Tätigkeit (Umgestaltung des Arbeitsplatzes, Möglichkeit häufigen Positionswechsels, Verzicht auf körperlich belastende Arbeiten) nach wie vor voll arbeitsfähig ist. Dieser Betrachtungsweise widerspricht der Beschwerdeführer insbesondere unter Hinweis auf den anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erstellten Bericht vom 22. November 2006, wonach der Versicherte in einer angepassten Arbeit in Bezug auf die zum Unfall vom 11. Januar 2006 kausalen Beschwerden zu 75 % und in Bezug auf sämtliche Leiden zu 50 % leistungsfähig sei. Davon abgesehen, dass die kreisärztliche Untersuchung die "Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bezüglich SUVA-versichertem Unfall vom 11. Januar 2006" bezweckte und die Leistungsfähigkeit daher unter einem (eingeschränkten) unfallversicherungsrechtlichen Blickwinkel zu beurteilen war, weshalb die Aussagekraft des Berichts im vorliegenden Verfahren beschränkt bleibt, ist sie nicht geeignet, die vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen (E. 1). Zudem ist mit Blick auf die beschriebenen Beschwerden ("rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom bei Lumboischialgien") die Rechtsprechung zur grundsätzlich fehlenden invalidisierenden Wirkung aetiologisch-pathogenetisch unerklärlicher syndromaler Leidenszustände (BGE 131 V 49, 130 V 352 und 396) zu berücksichtigen. In deren Lichte ist der vorinstanzlichen Betrachtungsweise beizupflichten.
3.
Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie (soweit nach Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG überhaupt darauf einzutreten ist) im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich unbegründet (Abs. 2 lit. a), ohne Durchführung des Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid, erledigt wird.
4.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Eidgenössischen Ausgleichskasse und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 21. Juni 2007

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

invalidity pensionwork capacitymedical evidencesyndromal complaintssimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the insured person was entitled to a half invalidity pension

Extrahierter Entscheid

No. The established facts supported full work capacity in adapted employment, so the invalidity degree remained below the pension threshold.

Extrahierte Begründung

The Federal Court accepted the cantonal court's assessment based mainly on the clinic report. The SUVA medical report had limited relevance because it assessed work capacity only from an accident-insurance perspective. The court also relied on the case law on syndromal complaints without clear organic basis.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had prospects of success allowing a full review

Extrahierter Entscheid

No. The appeal was manifestly unfounded and was decided in simplified proceedings without exchange of submissions.

Extrahierte Begründung

The complaint did not show that the cantonal court's factual findings were manifestly incorrect or legally defective.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the losing appellant and offset against the advance payment.

Extrahierte Begründung

As the unsuccessful party, the appellant had to bear the costs under the Federal Supreme Court Act.

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