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9C_1059/2010 ΓÇó Non-entry for lack of value in employer liability appeal
9C_1059/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung21.02.2011Inadmissible
The Federal Supreme Court held that the appellants’ challenge to an AHV employer-liability damages decision was not admissible in public law matters because the dispute value of CHF 17,027.30 was below the CHF 30,000 threshold and no question of fundamental importance was shown. It also refused to treat the filing as a subsidiary constitutional complaint, since no constitutional rights violation was argued with the required specificity. The Court therefore did not enter into the appeal and imposed court costs of CHF 1,000, to be borne equally by the two appellants.
Art. 85 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 BGG; Art. 113 ff., Art. 116 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; Admissibility of appeals against employer-liability decisions under Art. 52 AHVG. An appeal in public law matters is admissible only if the amount in dispute reaches the statutory threshold or if a legal question of fundamental importance is substantiated. The appellant must explicitly demonstrate the exceptional admissibility ground; mere assertion is insufficient (consid. 1). A filing not meeting the requirements of a constitutional complaint cannot be recharacterized as subsidiary constitutional complaint absent a sufficiently reasoned allegation of violation of constitutional rights. In non-entry proceedings, costs are borne by the appellants according to Art. 66 BGG.
{T 0/2}
9C_1059/2010 {T 0/2}
Urteil vom 21. Februar 2011
II. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Dormann.
Verfahrensbeteiligte
gegen
Ausgleichskasse Luzern, Würzenbachstrasse 8, 6006 Luzern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Alters- und Hinterlassenversicherung (Haftung des Arbeitgebers),
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern,
vom 15. November 2010.
Nach Einsicht
in die Verfügungen vom 26. November 2008, mit welchen die Ausgleichskasse Luzern W.________ und M.________ in solidarischer Haftung zur Zahlung eines Schadenersatzes von Fr. 17'027.30 verpflichtete, und die Einspracheentscheide vom 29. September 2009, mit welchen sie diese Verfügungen bestätigte,
in den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 15. November 2010, mit welchem die Beschwerden der W.________ und M.________ abgewiesen wurden,
in die von W.________ und M.________ dagegen erhobene Beschwerde vom 27. Dezember 2010 (Poststempel),
in Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_398/2010 vom 8. Februar 2011 E. 4 entschieden hat, dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide betreffend die Haftung des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG nur zulässig ist, wenn der Streitwert mindestens Fr. 30'000.- beträgt (Art. 85 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 2 BGG),
dass die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.- offensichtlich nicht erreicht wird und weder ersichtlich ist, noch dargelegt wird (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt,
dass die Eingabe der Beschwerdeführerinnen auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) entgegengenommen werden kann, weil damit nicht in substanziierter Weise eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt wird (vgl. Art. 116 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG),
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG resp. Art. 117 in Verbindung mit Art. 108 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerinnen nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig werden,
erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 1'000.- werden je zur Hälfte den Beschwerdeführerinnen auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 21. Februar 2011
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
Meyer Dormann