Complaint inadmissible for insufficient reasoning

9C_1042/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung23.12.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant filed a federal complaint against a cantonal decision on disability insurance benefits. The Federal Court held that the submission failed to satisfy the duty of reasoning because it merely alleged contradictory medical statements without engaging with the challenged judgment. The complaint was therefore not entered into. In view of the circumstances, no court costs were imposed.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 and Art. 105 BGG; admissibility of a federal complaint against findings of fact: the complaint must specifically address the reasoning of the challenged judgment and show, with arguments, why it is unlawful. A mere general denial of the factual findings or a blanket allegation of contradictory evidence does not satisfy the duty to reason. Where the complaint lacks such substantiation, the Federal Court does not enter into the matter under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; court costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 in fine BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_1042/2010

Urteil vom 23. Dezember 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Graubünden,
Ottostrasse 24, 7000 Chur,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
vom 31. August 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 8. Dezember 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 31. August 2010 betreffend Versicherungsleistungen nach IVG,

in Erwägung,
dass eine gültige Beschwerde nach Art. 42 Abs. 2 erster Satz BGG eine Begründung verlangt, welche sich mit dem angefochtenen Urteil auseinandersetzt, wobei diesem Erfordernis mit Blick auf die gesetzliche Kognitionsbeschränkung des Bundesgerichts bezüglich der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen (Art. 105 Abs. 1 und Abs. 2 BGG) mit einer blossen Bestreitung der tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen nicht Genüge getan ist,
dass sich die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 8. Dezember 2010 in einer solchen pauschalen Behauptung (die Angaben der Psychiaterin oder ihrer Psychologin seien widersprüchlich) erschöpft, weshalb offensichtlich keine genügend begründete Beschwerde eingereicht worden ist,
dass deshalb auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten und umständehalber von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen ist (Art. 66 Abs. 1 in fine BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. Dezember 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Schlagwörter

disability insuranceadmissibilityreasoned complaintfactual findingsnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint met the reasoning requirements under Art. 42(2) BGG

Extrahierter Entscheid

No; the filing did not engage with the cantonal judgment and amounted only to a general challenge of the factual findings.

Extrahierte Begründung

A valid complaint must explain why the challenged judgment is wrong. A mere denial of the factual basis is insufficient, especially given the Federal Court's limited review of facts under Art. 105 BGG.

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