Non-entry due to insufficient appeal reasoning

9C_1022/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung27.12.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

S. appealed to the Federal Supreme Court against a Zürich social insurance judgment concerning supplementary benefits. The Court held that the appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements: it failed to engage with the cantonal court’s decisive findings on the rent allocation for a second apartment and any change after the earlier decision. In simplified procedure, the Court therefore did not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and waived court costs under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility for insufficient reasoning. An appeal to the Federal Supreme Court must contain specific prayers for relief and a reasoned submission showing, in concise form, in what respect the challenged decision violates federal law; the appellant must engage with the decisive considerations of the lower court. Mere disagreement with the result or a repetition of prior arguments is insufficient. Where the minimum reasoning requirement is manifestly not met, non-entry may be ordered in simplified procedure without granting a cure period (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

9C_1022/2010 {T 0/2}

Urteil vom 27. Dezember 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
S._________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stadt Kloten,
Kirchgasse 7, 8302 Kloten,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 29. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 11. Dezember 2010 gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. Oktober 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245f. mit weiteren Hinweisen),
dass den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht entnommen werden kann, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen bezüglich der Mietzinsanrechnung für die Zweitwohnung und einer allfälligen diesbezüglichen Änderung seit Erlass des Entscheides vom 26. Februar 2010 im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass der Beschwerdebegründung auch sonst keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz zu entnehmen ist,
dass die Beschwerde den genannten gesetzlichen Mindestanforde-rungen damit nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244) - auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 27. Dezember 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

supplementary benefitsappeal admissibilityreasoned appealnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the minimum reasoning requirements under Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant did not engage with the decisive reasoning of the cantonal court, so the appeal was inadmissible.

Extrahierte Begründung

The submissions did not explain why the findings on rent allocation for the second apartment or any change since the 26 February 2010 decision were incorrect, and otherwise failed to address the key considerations of the lower court.

Kernrechtsfrage

Whether a grace period to correct the appeal should be granted.

Extrahierter Entscheid

No. In simplified procedure, the court declined to set a time limit for curing the defect.

Extrahierte Begründung

Because the complaint manifestly failed to satisfy the statutory minimum requirements, non-entry was ordered without a remedial deadline.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be levied.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged due to the circumstances.

Extrahierte Begründung

The court exercised its discretion under the Federal Supreme Court Act to refrain from charging costs.

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