Fax-filed appeal inadmissible; no entry under BGG

9C_1008/2008Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung05.01.2009Inadmissible

Zusammenfassung

E.________ challenged a Federal Administrative Court decision in AHV matters by fax to the Federal Supreme Court. The court held that fax filings are not a valid form of appeal and that the defect could not be remedied because the appeal period had already expired. The submission also lacked any request and reasoning. The appeal was therefore not entered into in simplified proceedings, and no court costs were imposed.

Regest

Art. 42 Abs. 1-4 and Art. 48 Abs. 1 BGG; form and content requirements for an appeal to the Federal Supreme Court; fax filing inadmissible. An appeal must be lodged by hand delivery, by post, or by electronic means with an acknowledged electronic signature. A fax transmission does not satisfy the statutory form requirements and cannot be cured after expiry of the non-extendable appeal period. In addition, the appeal must contain prayers for relief and reasons within the time limit; lacking these minimum requirements, the court may refuse to enter into the matter in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. a and b BGG. Costs may be waived exceptionally under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_1008/2008

Urteil vom 5. Januar 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Parteien
E.________, Deutschland, Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Murat Nazlican, Herkulesstrasse 1-7, DE-45127 Essen,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse,
Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid
des Bundesverwaltungsgericht
vom 27. Oktober 2008.

Nach Einsicht
in die am 5. Dezember 2008 per Fax eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des E.________ gegen einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Oktober 2008,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 9. November 2008 an E.________, vertreten durch Rechtsanwalt Murat Nazlican, wonach eine per Fax eingereichte Beschwerde ungültig ist und dieser Mangel nur innert der im vorinstanzlichen Urteil angegebenen Beschwerdefrist, welche nicht erstreckbar ist (Art. 47 Abs. 1 BGG), behoben werden kann,

in Erwägung,
dass Beschwerden an das Bundesgericht nur in den gesetzlich vorgeschriebenen Formen, d.h. durch Übergabe an das Bundesgericht oder an die Schweizerische Post (Art. 48 Abs. 1 BGG) oder aber durch elektronische Eingabe mit anerkannter elektronischer Signatur (Art. 42 Abs. 4 BGG) erhoben werden können, weshalb die vom Beschwerdeführer eingereichte Fax-Eingabe unzulässig ist (Mitteilung des Schweizerischen Bundesgerichts, in: ZBJV 143/2007 S. 67 f. Ziff. IV),
dass dieser Mangel innerhalb der Beschwerdefrist nicht behoben werden konnte, da die Beschwerdefrist bereits im Zeitpunkt des Faxschreibens abgelaufen war,
dass im Übrigen die Eingabe auch den inhaltlichen Mindestanforderungen an ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht genügt, da sie weder einen Antrag noch eine Begründung enthält, welch Letzte ebenfalls innert der Beschwerdefrist beizubringen ist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 in fine BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. Januar 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

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