Non-entry for insufficiently reasoned social-insurance appeal

9C_1000/2012Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung12.12.2012Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a Basel-Stadt social insurance judgment on supplementary benefits to AHV/IV. It held in summary procedure that the submission did not satisfy the statutory reasoning requirements: the appellant failed to engage with the challenged decision and did not substantiate any manifestly incorrect fact-finding or any specific constitutional breach. The Court therefore did not enter into the appeal and, exceptionally, waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; insufficiency of appeal reasoning and constitutional complaints. The appeal must, in the appeal brief itself, set out concisely and specifically how the challenged decision violates the law; mere references to prior submissions are inadmissible. If factual findings are attacked, the appellant must show with qualified reasoning why they are manifestly inaccurate within the meaning of Art. 97(1) BGG. Constitutional grievances require clear and detailed substantiation under Art. 106(2) BGG. Failure to meet these requirements leads to non-entry in simplified procedure; costs may exceptionally be waived under Art. 66(1) second sentence BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_1000/2012

Urteil vom 12. Dezember 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Bollinger Hammerle.

Verfahrensbeteiligte
R.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Sozialbeiträge Basel-Stadt, Grenzacherstrasse 62, 4058 Basel,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 1. Oktober 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 5. Dezember 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 1. Oktober 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Begründung in der Beschwerdeschrift selbst enthalten sein muss und blosse Verweise auf frühere Rechtsschriften unbeachtlich sind (BGE 131 III 384 E. 2.3 S. 387 f.),
dass sich der Beschwerdeführer nicht mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt, sondern (lediglich) auf die seiner Meinung nach "ungleich langen Spiesse" der Beschwerdegegnerin und seiner selbst hinweist, während seinen Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unzutreffend (offensichtlich unrichtig, unhaltbar, willkürlich; BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass er namentlich auch die behauptete Verletzung der verfassungsmässig garantierten Rechtsgleichheit und des Diskriminierungsverbotes (Art. 8 BV; § 8 Verfassung des Kantons Basel-Stadt vom 23. März 2005) nicht klar und detailliert darlegt, was für ein Eintreten auf eine Verfassungsrüge (Art. 106 Abs. 2 BGG) Voraussetzung wäre (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen),
dass die Beschwerde somit der qualifizierten Rügepflicht gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG ebenfalls offensichtlich nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Dezember 2012

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Bollinger Hammerle

Schlagwörter

supplementary benefitsappeal reasoningconstitutional complaintnon-entrysummary procedurecourt costs