Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

9C_1000/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung14.12.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court declared the appeal inadmissible in simplified proceedings because the appellant’s submission against the cantonal judgment on a health-insurance premium claim did not meet the statutory reasoning requirements. The alleged arbitrariness and constitutional discrimination arguments were not substantiated in the manner required for a constitutional complaint. The Court noted that similar deficiencies had already been explained in earlier non-entry decisions. Exceptionally, no court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements of reasoning for an appeal and for constitutional complaints. The appellant must set out in a concise manner how the challenged decision infringes federal law; mere assertions or general criticism do not suffice. Where factual findings are attacked, the submission must specifically explain why they are manifestly incorrect and decisive. Constitutional grievances require precise substantiation. If these minimum requirements are not met, the appeal is not entered into in simplified proceedings.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_1000/2010

Urteil vom 14. Dezember 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Hermes Krankenkasse,
Rue du Nord 5, 1920 Martigny,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft
vom 26. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 2. Dezember 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 26. Oktober 2010 betreffend Prämienforderung,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass der Willkürvorwurf und die Rüge, der angefochtene Entscheid würde "das Grundrecht der Unterzeichneten auf Integriertsein in die Gesellschaft" und damit Art. 8 Abs. 2 BV verletzen, im Weiteren sie als Frau sowie als arbeitsfähige Person diskriminiert werde, lediglich damit begründet werden, ihre Schwestern würden "bei der Stellensuche übergangen, resp. diskriminiert", was den qualifizierten Begründungsanforderungen für eine Verfassungsrüge nach Art. 106 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht genügt, ebenso wenig die den Beschwerden zugrunde liegende Meinung, es könnten Krankenkassenprämien nur eingefordert werden, wenn vorab dem Recht auf Arbeit zum Durchbruch verholfen sei,
dass das Bundesgericht dies der Beschwerdeführerin bereits in früheren Nichteintretensentscheiden vom 25. Februar 2010, 18. März 2010 und 28. Juni 2010 dargelegt und begründet hat,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber noch einmal auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 14. Dezember 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Schmutz

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementconstitutional complainthealth insurancepremium claimnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal reasoning requirements of Art. 42 BGG and Art. 106(2) BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the minimum reasoning requirements; the alleged factual errors and constitutional violations were not properly substantiated.

Extrahierte Begründung

The submission did not explain how the factual findings were incorrect or how the reasoning violated federal law. The constitutional complaints were merely asserted and not argued with the required specificity.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Extrahierter Entscheid

Court costs were waived exceptionally.

Extrahierte Begründung

Pursuant to Art. 66(1) second sentence BGG, the Court dispensed with costs in the circumstances.

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