Non-entry on revision request for insufficient reasoning

8F_3/2007Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung16.08.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The applicant sought revision of a Federal Supreme Court judgment in an AHV/IV supplementary benefits case and simultaneously requested legal aid. The Court held that the revision petition did not satisfy the statutory pleading requirements because it failed to substantiate any revision ground with evidence, in particular no new decisive facts or evidence and no showing that relevant facts had been overlooked in the file. The request was therefore manifestly inadmissible and dealt with in summary proceedings without exchanges of submissions. As no court costs were charged, the request for free legal assistance became moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG; revision request before the Federal Supreme Court must state and substantiate the revision ground with evidence. Mere assertion of a ground is insufficient; the applicant must show in what respect newly discovered significant facts or decisive evidence exist, or that the court inadvertently failed to consider relevant file facts, and must explain how the dispositive part would have to be amended accordingly. A manifestly insufficiently reasoned revision application is inadmissible and may be dealt with in simplified proceedings under Art. 109 BGG. If no court costs are levied, a request for legal aid becomes moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8F_3/2007

Urteil vom 16. August 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
H.________,
Gesuchstellerin,

gegen

Ausgleichskasse Luzern, Würzenbachstrasse 8,
6006 Luzern, Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2007 (8C_1/2007).

-
In Erwägung,
dass H.________ am 31. Mai 2007 ein Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2007 (8C_1/2007) eingereicht und am 5. Juni 2007 sinngemäss um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung ersucht hat,
dass dieses Verfahren nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110, AS 2006 1205 ff.) eingeleitet wurde, weshalb es sich nach diesem Gesetz richtet (Art. 132 Abs. 1 BGG e contrario; vgl. E.1 des zur Publ. bestimmten Urteils P. vom 9. Mai 2007, 6F_1/2007),
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei in der Begründung gemäss Abs. 2 desselben Artikels in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, widrigenfalls auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werden kann,
dass in einem Revisionsgesuch unter Angabe der Beweismittel der Revisionsgrund darzulegen ist, wobei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen einfach zu behaupten, sondern vielmehr dargetan werden muss, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Dispositiv abzuändern ist (nicht veröffentlichtes Urteil V. vom 29. April 2002, 2A.526/2001),
dass an dieser soeben erwähnten, in Anwendung des Bundesrechtspflegegesetzes (OG) ergangenen Rechtsprechung auch unter der Herrschaft des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) festzuhalten ist,
dass die Eingabe der Gesuchstellerin vom 31. Mai 2007 den Begründungsanforderungen nicht genügt, da nicht unter Angabe der Beweismittel ein Revisionsgrund dargelegt wird, insbesondere - was vorliegend als Revisionsgrund einzig in Betracht fiele - nicht nachträglich neue erhebliche Tatsachen geltend gemacht oder entscheidende Beweismittel beigebracht (Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG) werden und auch nicht ausgeführt wird, inwiefern das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hätte (Art. 121 lit. d BGG), bzw. inwiefern gestützt darauf das Dispositiv des bundesgerichtlichen Urteils vom 11. Mai 2007 abzuändern wäre,
dass sich das Revisionsgesuch somit als offensichtlich unzulässig erweist, so dass es analog zum vereinfachten Verfahren (Art. 109 BGG), namentlich ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung, erledigt wird,
dass vorliegend von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird, weshalb sich das sinngemässe Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos erweist,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 16. August 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

revisioninadmissibilityreasoning requirementnew factslegal aidsummary proceedingssocial insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request met the reasoning requirements of the Federal Supreme Court Act.

Extrahierter Entscheid

No. The application did not identify any revision ground with supporting evidence, nor explain how the judgment should be altered.

Extrahierte Begründung

A revision request must specify and substantiate the revision ground. Mere assertion is insufficient. Here, no newly discovered significant facts or decisive evidence were shown, and no omission of relevant facts in the file was demonstrated.

Kernrechtsfrage

Whether the request for legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

No separate decision was needed because no court costs were charged, so the request became moot.

Extrahierte Begründung

Since the proceedings were concluded without levying court costs, the request for free legal assistance had no remaining purpose.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.