Non-entry for insufficiently reasoned appeal

8C_951/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung14.12.2012Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the appeal by non-entry because the appellant did not meet the federal substantiation requirements. She failed to engage with the cantonal court's decisive reasoning, especially on the validity of the dismissal and forfeiture of claims, and merely invoked constitutional guarantees in an unsubstantiated way. The court therefore declined to set a time limit for curing the defect. Given the circumstances, it waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of the appeal requires a reasoned challenge to the dispositive grounds of the contested decision. The appellant must, in condensed form, show how the lower court infringed federal law; mere disagreement or abstract references to constitutional provisions do not suffice. Where cantonal law is applied, the qualified duty to allege and substantiate violations of constitutional rights applies. If these requirements are manifestly not met, the appeal is inadmissible and the court may decide under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG without setting a cure period (consid. 1). Cost waiver under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG remains possible in view of the circumstances (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_951/2012

Urteil vom 14. Dezember 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kanton Aargau,
handelnd durch das Rektorat der Kantonsschule X.________, und dieses vertreten durch
Rechtsanwältin Dayana Berényi Kamm,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Öffentliches Personalrecht (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Personalrekursgerichts des Kantons Aargau vom 11. September 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der S.________ vom 22. November 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Personalrekursgerichts des Kantons Aargau vom 11. September 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgebenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176, 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. November 2012 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sich die Rechtssuchende nicht in konkreter Weise mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgebenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, indem sie namentlich nicht darlegt, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen entscheidwesentlichen Erwägungen - insbesondere bezüglich des Vorliegens einer rechtsgültigen Kündigung und einer Verwirkung der Ansprüche - Recht verletzt haben sollte,

dass die Eingabe erst recht nicht die für eine Anfechtung von in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheiden geltenden Voraussetzungen der qualifizierten Rügepflicht erfüllt, indem nament-lich nicht konkret und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. dazu BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176, 135 V 94 E. 1 S. 95 und 134 II 244 E. 2.2 S. 246; je mit weiteren Hinweisen), woran der mit unsubstanziiertem Hinweis geltend gemachte Verstoss gegen "die Bundesverfassung" bzw. die "Verfassung des Kantons Aargau" resp. gegen "verfassungsmässig garantiert unerlaubte Handlungen" nichts ändert,

dass demnach die Beschwerdeführerin, abgesehen von einem rechtsgenüglichen Begehren, jedenfalls keine hinreichende Begründung und somit kein gültiges Rechtsmittel eingereicht hat,

dass deshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Personalrekursgericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 14. Dezember 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

admissibilitysubstantiation requirementconstitutional complaintnon-entrycourt costsemployment lawforfeiture of claims