Unemployment insurance suspension for refusing RAV instruction upheld

8C_940/2011Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung22.02.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the insured person's appeal against a 23-day unemployment-insurance suspension imposed after she failed to follow a RAV instruction and did not attend an interview for a temporary employment program. The Court held that her view that the measure was not useful for reintegration did not establish legal unreasonableness, and it could not review the sanction length for appropriateness. A written submission filed after the appeal deadline was disregarded. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 30 AVIG; Art. 45 AVIV; Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 109 BGG; refusal of a RAV-assigned labour-market measure and scope of review in unemployment-insurance sanctions. Subjective doubts as to the usefulness of an assigned measure do not of themselves establish unreasonableness and do not justify non-compliance. In the area of medium fault, the Federal Court does not undertake an appropriateness review of the length of the benefit suspension. Late submissions after expiry of the appeal period are inadmissible and cannot be considered (consid. 2-4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_940/2011

Urteil vom 22. Februar 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Maillard,
Gerichtsschreiberin Durizzo.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich, Abteilung Arbeitslosenversicherung,
Stampfenbachstrasse 32, 8001 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 24. Oktober 2011.

In Erwägung,
dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich B.________ mit Verfügung vom 26. Januar 2010 und Einspracheentscheid vom 10. März 2010 für 23 Tage ab 19. November 2009 in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat, weil sie einer Weisung des zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) nicht gefolgt war und sich vom angeordneten Anmeldegespräch für ein Einsatzprogramm im Rahmen einer vorübergehenden Beschäftigung abgemeldet hatte,
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 24. Oktober 2011 abgewiesen hat,
dass B.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt,
dass auf die Einholung der Akten der Vorinstanz verzichtet wurde,
dass nach den Erwägungen des kantonalen Gerichts die Rügen der Versicherten (wonach namentlich das Beschäftigungsprogramm ihrer persönlichen beruflichen Situation nicht diene, statistisch gesehen sogar ungeeignet sei, die Vermittlungsfähigkeit zu verbessern, und andere diesbezügliche Vorkehren sinnvoller wären) keine Zweifel an der Zumutbarkeit der arbeitsmarktlichen Massnahme erwecken konnten, zumal sie sich bereits geweigert habe, an einem Erstgespräch teilzunehmen,
dass die Beschwerdeführerin auch letztinstanzlich sinngemäss im Wesentlichen einzig vorbringt, der entsprechende Einsatz wäre gemäss den schon im Voraus erhaltenen Unterlagen für ihre Wiedereingliederung nicht zweckmässig gewesen, welche subjektive Ansicht jedoch keine Unzumutbarkeit im Sinne des Gesetzes zu begründen vermag,
dass die Missachtung der Weisung auch dadurch nicht zu entschuldigen ist, dass die Versicherte nach ihren Angaben dank selbst finanzierter Weiterbildungen per Januar 2012, also mehr als zwei Jahre später, eine neue Stelle antreten konnte,

dass dieser Umstand wie auch der Einwand, die Versicherte habe bei der Absage des angeordneten Erstgesprächs den Dienstweg eingehalten, eine Beanstandung der Dauer der Einstellung im Bereich des mittelschweren Verschuldens durch das Bundesgericht nicht rechtfertigt, da im letztinstanzlichen Verfahren keine Angemessenheitskontrolle vorzunehmen ist,
dass das nach Ablauf der 30-tägigen Rechtsmittelfrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Schreiben der Beschwerdeführerin vom 31. Dezember 2011 nicht zu berücksichtigen ist,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG, ohne Durchführung des Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid, erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. Februar 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Die Gerichtsschreiberin: Durizzo

Schlagwörter

unemployment insurancebenefit suspensionRAV instructionreasonablenesssanction durationlate filingsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the 23-day suspension in unemployment benefits for disregarding the RAV instruction was lawful

Extrahierter Entscheid

The suspension was upheld; the insured person's objections did not show that the assigned measure was unreasonable within the meaning of unemployment insurance law.

Extrahierte Begründung

The applicant's subjective view that the employment program was not useful for her reintegration, and her later successful job start through self-financed training, did not establish legal unreasonableness or excuse the refusal to attend the ordered interview.

Kernrechtsfrage

Whether the duration of the suspension could be reviewed by the Federal Court

Extrahierter Entscheid

No. The complaint concerned the appropriateness of the sanction length within the area of medium fault, which is not subject to review at the Federal Court level.

Extrahierte Begründung

In the final-instance proceedings, the Federal Court does not conduct an appropriateness review; therefore the argument against the length of the suspension could not succeed.

Kernrechtsfrage

Whether the late written submission of 31 December 2011 had to be considered

Extrahierter Entscheid

It was not taken into account because it was filed after expiry of the appeal period.

Extrahierte Begründung

The submission was filed after the 30-day time limit under Art. 100(1) BGG.

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