Federal appeal rejected for insufficient reasoning

8C_940/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung17.12.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person challenged a cantonal judgment in an accident insurance case before the Federal Supreme Court. The Court held that the complaint did not meet the mandatory reasoning requirements because it largely repeated the earlier cantonal appeal and did not specifically address the decisive cantonal findings or demonstrate any legal error. Without granting a deadline to cure the defect, the Court declared the complaint inadmissible in simplified proceedings and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal complaint: the statement of reasons must be specific, concise, and directed against the decisive considerations of the challenged judgment. A merely repeated or minimally revised submission from the cantonal proceedings does not satisfy the duty to reason. The appellant must demonstrate, with reference to the contested reasoning, how federal law was violated or why the facts were manifestly inaccurate or incomplete; generic assertions, including references to the unusual character of the event, are insufficient (consid. 1). If the pleading is deficient, the Court may refuse entry without setting a time limit for correction in the simplified procedure.

Gesamter Gesetzestext

8C_940/2010 {T 0/2}

Urteil vom 17. Dezember 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
G.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Manfred Lehmann,
Beschwerdeführerin,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG Geschäftsbereich Schaden, Schaden Litigation Hauptbranchen, Postfach, 8085 Zürich Versicherung,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozial-versicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 20. September 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der G.________ vom 15. November 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 20. September 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde vom 15. November 2010 diesen gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügt, da sie sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheids massgeblichen Erwägungen nicht in hinreichender Weise auseinandersetzt: die Begründung der beim Bundesgericht eingereichten Rechtsschrift unterscheidet sich insgesamt nur in wenigen untergeordneten Punkten von der Beschwerde, die der Rechtsvertreter der Versicherten (jedenfalls sinngemäss) schon vor dem kantonalen Sozialversicherungsgericht eingereicht hat - mit Ausnahme von einigen redaktionellen Änderungen bzw. Weglassungen und zwei neu gefassten kurzen Absätzen (S. 3 und 4), welche den Anforderungen an die Begründungspflicht nicht genügen (BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.), entspricht die materielle Begründung praktisch wörtlich der bereits vor dem kantonalen Gericht eingereichten Beschwerde -; auch wird mit den Ausführungen zum Unfallbegriff (S. 3 bzw. 5 der letztinstanzlichen Beschwerde) nicht in genügend substanziierter Weise dargelegt, inwiefern das erstinstanzliche Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 BGG begangen haben sollte, woran im Übrigen auch die blossen Hinweise auf die "Ungewöhnlichkeit" des fraglichen Ereignisses nichts ändern,
dass demnach - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der SWICA Krankenversicherung AG, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. Dezember 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementfederal appealaccident insurancesimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint met the statutory reasoning requirements under Art. 42 BGG and Art. 95 ff. BGG / Art. 97 BGG

Extrahierter Entscheid

No. The complaint did not engage sufficiently with the decisive reasoning of the cantonal judgment and therefore failed to show a federal law violation or an incorrect/ incomplete factual finding.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must specify requests and reasons and explain, in a concise and case-specific way, why the challenged decision is unlawful. Mere repetition of the cantonal submissions, with only minor edits, and vague references to the unusual nature of the event do not satisfy this burden.

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