Non-entry for insufficiently substantiated appeal in unemployment insurance

8C_932/2009Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung08.01.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court declared the appeal inadmissible in an unemployment insurance case because the appellant did not satisfy the statutory reasoning requirements. The submission largely repeated his earlier cantonal filing and did not engage with the decisive grounds of the Bern Administrative Court or show any manifestly incorrect factual findings. The court therefore used the simplified procedure to refuse entry and imposed court costs of CHF 200 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; an appeal is inadmissible if it lacks specific, issue-related reasoning addressing the decisive considerations of the challenged judgment. The appellant must, at least in summary form, explain how and why the contested decision violates federal law; a mere repetition of prior submissions is insufficient. If the appeal fails to show with qualified argumentation that the factual findings are manifestly incorrect or legally untenable, the reviewing court may decline to enter in simplified proceedings. Health-related assertions do not cure the defect unless they engage with the reasoning of the lower court (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_932/2009

Urteil vom 8. Januar 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
U.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Unia Arbeitslosenkasse, Monbijoustrasse 61, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Oktober 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 4. November 2009 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 5. Oktober 2009,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde des Versicherten diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie sich praktisch in einer Wiederholung der Eingabe vom 24. Juni 2009 an das Verwaltungsgericht erschöpft und sich der Beschwerdeführer nicht in hinreichend substanziierter Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, indem den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern deren Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unrichtig und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten,

dass hieran auch die Vorbringen bezüglich des Gesundheitszustandes nichts zu ändern vermögen,

dass mithin kein gültiges Rechtsmittel vorliegt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, dem Staatssekretariat für Wirtschaft und dem beco Berner Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 8. Januar 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

inadmissibilitysubstantiationreasoning requirementsocial insuranceunemployment insurancecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the reasoning requirements of Art. 42 BGG and thus was admissible.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal did not adequately engage with the lower court's reasoning and essentially repeated the previous filing, so it was not a valid remedy.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42(1) and (2) BGG, an appeal must contain prayers and reasons showing in a concise manner how the challenged decision violates the law. The appellant failed to address the decisive considerations of the cantonal court and did not show any qualified incorrectness of the factual findings under Art. 97(1) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the health-related submissions cured the lack of substantiation.

Extrahierter Entscheid

No. The health-related arguments did not change the absence of proper reasoning.

Extrahierte Begründung

The court held that these submissions still did not confront the challenged reasoning in a legally sufficient way.

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