Inadequate reasoning in federal appeal leads to non-entry

8C_929/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung17.12.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

SWICA challenged a decision of the Zurich Social Insurance Court in an accident-insurance case. The Federal Court held that the appeal did not comply with the reasoning requirements of Art. 42 BGG because it essentially repeated the previous submission and failed to engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment. The court therefore declined to enter into the appeal under the simplified procedure, without setting a deadline to cure the defect. Court costs of CHF 300 were charged to SWICA.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 66 Abs. 1 BGG; requirements for substantiated reasoning of a federal appeal. An appeal is admissible only if it contains specific prayers and a reasoned challenge to the decisive grounds of the contested decision. The appellant must address the reasoning that is outcome-determinative and show, in a concrete and case-related manner, which federal law or fact-finding error is alleged. A largely verbatim repetition of the cantonal submission does not satisfy the reasoning duty; a cursory reference to constitutional or hearing violations is insufficient if not developed. Where the deficiency is evident, the court may refuse to enter without setting a curative deadline and allocate costs according to the outcome (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

8C_929/2010 {T 0/2}

Urteil vom 17. Dezember 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
SWICA Gesundheitsorganisation,
Römerstrasse 38, 8400 Winterthur,
Beschwerdeführerin,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG Geschäftsbereich Schaden, Schaden Litigation Hauptbranchen, Postfach, 8085 Zürich Versicherung,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozial-versicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 20. September 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der SWICA Gesundheitsorganisation vom 10. November 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 20. September 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde vom 10. November 2010 diesen gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügt, da sie sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheids massgeblichen Erwägungen nicht in hinreichender Weise auseinandersetzt: die beim Bundesgericht eingereichte Rechtsschrift unterscheidet sich einerseits (S. 2-4 [Ziff. III und IV]) nur in wenigen untergeordneten Punkten von der Beschwerde, welche die SWICA schon vor dem kantonalen Sozialversicherungsgericht eingereicht hat - mit Ausnah- me von zwei redaktionellen Änderungen (S. 4), welche den Anforde- rungen an die Begründungspflicht nicht genügen (BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.), entspricht die Begründung praktisch wörtlich der bereits vor dem kantonalen Gericht eingereichten Beschwerde -; anderseits wird mit den Ausführungen zum Unfallbegriff (S. 5 der letztinstanzlichen Beschwerde) nicht in genügend substanziierter Wei- se dargelegt, inwiefern das erstinstanzliche Gericht eine Rechts- verletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 BGG begangen haben sollte, woran im Übrigen auch der blosse Hinweis auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ( S. 4 Ziff.5) nichts ändert,

dass demnach - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, X.________, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. Dezember 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

reasoned appealnon-entrysocial insuranceaccident insurancecostssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal satisfied the reasoning requirements of Art. 42 BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not meet the statutory requirement to explain, in a targeted way, why the challenged decision violated the law.

Extrahierte Begründung

The submission largely repeated the earlier cantonal appeal and did not engage with the decisive reasons of the cantonal judgment; the brief reference to the concept of accident and to a hearing violation was not sufficiently substantiated.

Kernrechtsfrage

Whether a grace period for curing the defect had to be set

Extrahierter Entscheid

No grace period was set because the defect justified immediate non-entry in the simplified procedure.

Extrahierte Begründung

Given the insufficient reasoning under Art. 42 BGG, the court could not admit the appeal and proceeded under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG without allowing correction.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Costs followed the outcome of the proceedings under Art. 66 Abs. 1 BGG.

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