Invalidity pension denial upheld; appeal dismissed in summary procedure

8C_928/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung11.01.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court decided in summary procedure that the appeal against the Zurich Social Insurance Court judgment was manifestly unfounded. It upheld the finding that the insured person had 80% work capacity in adapted work and that the medical expert report was reliable; the objections against that assessment were merely appellatory. The request for remittal for further evidence was rejected because the record was complete enough and anticipatory evidence assessment was permissible. Free legal aid was denied, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 64 Abs. 1, Art. 66 Abs. 1, Art. 97 Abs. 1 and Art. 105 Abs. 2 BGG; review of factual findings in disability insurance proceedings and refusal of further evidence: the Federal Court is bound by the cantonal findings unless they are manifestly incorrect or based on a legal error. Mere appellatory criticism does not suffice. Where the evidence is conclusive, anticipatory assessment of evidence permits refusal of additional investigations. Free legal aid requires non-frivolous prospects of success; a manifestly unfounded appeal fails that condition. In manifestly unfounded cases, summary disposal under Art. 109 BGG is permissible (consid. 2-4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_928/2010

Urteil vom 11. Januar 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Frésard, Bundesrichterin Niquille,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
H.________,
vertreten durch Fürsprecher Sararard Arquint,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Invalidenrente),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 31. August 2010.

In Erwägung,
dass H.________ gegen den (eine Verfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 1. Dezember 2008 betreffend Abweisung eines Leistungsbegehrens bestätigenden) Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. August 2010 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Sache "zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung im Sinne der Beschwerde an die Vorinstanz zurückzuweisen"; ferner sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden kann, wobei das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG); das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 132 V 393 zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [Art. 16 ATSG] für die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 IVG),
dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Akten, insbesondere auf Grund des schlüssigen Gutachtens des medizinischen Abklärungsinstituts X.________ vom 30. April 2008, ausführlich und sorgfältig dargelegt hat, weshalb beim Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestand und die psychischen Befunde invalidenversicherungsrechtlich ausser Betracht fielen, so dass sich aus der Durchführung des - nunmehr unbestrittenen - Einkommensvergleichs ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad ergab,
dass die dagegen in der Beschwerde vorgebrachten Einwände, mit welchen sich die Vorinstanz - soweit wesentlich - bereits eingehend und zutreffend auseinandergesetzt hat, an dieser Beurteilung nichts zu ändern vermögen, da jedenfalls nichts vorgetragen wird, was eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG als erstellt oder die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts als mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG erscheinen liesse,
dass sich das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid namentlich auch mit den schon vorinstanzlich erhobenen Einwendungen gegen das Gutachten des medizinischen Abklärungsinstituts X.________ zutreffend befasst und einlässlich ausgeführt hat, weshalb den Experten dieser Begutachtungsstelle und nicht anderen ärztlichen Stellungnahmen (insbes. der Dres. med. S.________ und T.________) zu folgen war, wobei die dagegen in der Beschwerde vorgebrachten Rügen als unzulässige appellatorische Kritik nicht geeignet sind, die vorinstanzliche Beweiswürdigung als offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich oder als auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 f. BGG beruhend erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers insbesondere von einer ungenügenden Sachverhaltsabklärung nicht die Rede sein kann, weil die dafür u.a. praxisgemäss notwendigen Voraussetzungen - unauflösbare Widersprüche tatsächlicher Art oder Beantwortung einer entscheidwesentlichen Tatfrage, wie namentlich bezüglich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person, auf unvollständiger Beweisgrundlage (Urteile 9C_932/2008 vom 9. April 2009 E. 3.1 und 9C_337/2009 vom 5. Juni 2009 mit Hinweisen) - hier offensichtlich nicht gegeben sind,
dass daher angesichts der schlüssigen Aktenlage auf weitere Erhebungen zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 127 V 491 E. 1b S. 494; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 176 E. 3.6; SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4b S. 28; vgl. auch BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 mit weiteren Hinweisen),
dass demzufolge vollumfänglich auf den Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG - ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung - zu erledigen ist,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG), da seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels der gemäss Art. 64 Abs. 1 BGG hierfür erforderlichen Voraussetzung der Nichtaussichtslosigkeit der Rechtsvorkehr nicht entsprochen werden kann,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. Januar 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

disability insuranceinvalidity pensionmedical expert reportwork capacityevidentiary assessmentsummary procedurefree legal aidcourt costsappeal review

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the cantonal court erred in confirming the denial of a disability pension.

Extrahierter Entscheid

No error was shown; the Federal Court saw no basis to disturb the cantonal findings that the claimant had 80% work capacity in adapted work and no rent-entitling disability degree.

Extrahierte Begründung

The appeal raised only unsubstantiated objections and appellatory criticism. The cantonal court relied on a convincing expert report and was entitled to prefer it over other medical opinions. No obvious factual error or legal violation was shown, and further evidence was unnecessary.

Kernrechtsfrage

Whether the case had to be remitted for additional factual investigation.

Extrahierter Entscheid

No; the record was sufficiently complete and did not contain irresolvable factual contradictions or an incomplete evidentiary basis on decisive health and work-capacity issues.

Extrahierte Begründung

The requirements for additional fact-finding were not met. The court approved anticipatory assessment of evidence and therefore declined further investigations.

Kernrechtsfrage

Whether free legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

No; the appeal lacked sufficient chances of success.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was manifestly unfounded, the statutory condition of non-frivolousness was missing.

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