Invalidity pension denied; no deduction from invalid income

8C_924/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung19.01.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the insured person's public-law appeal against the Zurich Social Insurance Court judgment. It upheld the finding that, based on the MEDAS expertise and the IV office's household assessment, she had a 39% invalidity degree and therefore no entitlement to an invalidity pension. The only disputed question was whether a deduction from the statistical wage had to be made when calculating invalid earnings; the Court held that the reduced earning capacity already accounted for the medical limitations and that the other asserted personal and occupational factors did not justify a deduction. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 82 ff., 95, 96, 97 Abs. 1, 105 Abs. 1 and 2 BGG; invalidity pension and deduction from the statistical wage: the Federal Court reviews freely whether a deduction from the invalid-income table wage is warranted, but is bound by the cantonal findings of fact unless they are manifestly inaccurate or unlawful. A deduction is excluded where the medical assessment and the determined residual work capacity already adequately reflect the health-related limitations; other personal or occupational characteristics justify a deduction only if they have an additional, concrete impact on earning capacity. A mere reiteration of arguments without showing a legal error or deficient fact-finding is insufficient (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_924/2010

Urteil vom 19. Januar 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Frésard, Maillard,
Gerichtsschreiberin Kopp Käch.

Verfahrensbeteiligte
F.________, vertreten durch
Rechtsanwalt Hans Kupfer,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 13. September 2010.
In Erwägung,
dass die IV-Stelle des Kantons Zürich gestützt auf Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht das Gesuch der 1962 geborenen F.________ um Zusprechung einer Invalidenrente mit Verfügung vom 15. Mai 2009 mangels anspruchsrelevanter Invalidität ablehnte,
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich die dagegen erhobene Beschwerde, mit welcher F.________ die Zusprechung einer Dreiviertelsrente beantragen liess, mit Entscheid vom 13. Sep-tember 2010 abwies,
dass F.________ mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragen lässt, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei ihr eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zuzusprechen,
dass die IV-Stelle und das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichten,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden kann, wobei das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG); das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass die Vorinstanz die zur Beurteilung des Rentenanspruchs massgebenden Bestimmungen und Grundsätze einschliesslich der Rechtsprechung zutreffend dargelegt hat,
dass das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Akten davon ausging, die Beschwerdeführerin wäre ohne Gesundheitsschaden zu 71 % erwerbstätig und zu 29 % im Haushalt tätig und, insbesondere auf Grund des schlüssigen Gutachtens der MEDAS vom 7. Juli 2008 und des Abklärungsberichtes der IV-Stelle vom 12. Februar 2009, sorgfältig dargelegt hat, dass die Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich mit einer zu 40 % zumutbaren behinderungsangepassten Tätigkeit einen Teilinvaliditätsgrad von 31 % und im Haushaltsbereich einen solchen von 8 % aufweist, woraus insgesamt ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 39 % resultiert,
dass vorliegend lediglich noch die Frage streitig ist, ob vom für die Ermittlung des Invalideneinkommens massgebenden Tabellenlohn ein Leidensabzug vorzunehmen ist, was eine vom Bundesgericht frei überprüfbare Rechtsfrage darstellt (in BGE 135 V 297 nicht publizierte Erwägung 4 des Urteils 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009),
dass das kantonale Gericht unter Verweis auf das Gutachten der E._______ überzeugend dargelegt hat, dass die leidensbedingte Einschränkung mit der Festsetzung der in einer leidensangepassten Tätigkeit noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 40 % genügend berücksichtigt ist, und dass die übrigen persönlichen und beruflichen Merkmale wie Nationalität, Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad und Anzahl Dienstjahre keinen Abzug rechtfertigen,
dass die dagegen in der Beschwerde vorgebrachten Einwände, mit welchen sich die Vorinstanz - soweit wesentlich - bereits zutreffend befasst hat, an dieser Beurteilung nichts zu ändern vermögen, da jedenfalls nichts vorgetragen wird, was eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG als erstellt oder die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts als mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG erscheinen liesse,
dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG)

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 19. Januar 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Leuzinger Kopp Käch

Schlagwörter

invalidity insurancepension entitlementstatistical wagedeductionresidual work capacitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appellant is entitled to an invalidity pension despite the assessed 39% invalidity degree.

Extrahierter Entscheid

No pension entitlement is established because the invalidity degree remains below the threshold for a pension.

Extrahierte Begründung

The Federal Court accepted the cantonal findings that the insured person would be 71% employed and 29% in household work, and that the combined invalidity degree was 39%, which does not justify a pension.

Kernrechtsfrage

Whether a deduction from the statistical wage for invalid earnings should be applied.

Extrahierter Entscheid

No deduction was warranted.

Extrahierte Begründung

The load-related limitations were already sufficiently reflected in the assessed 40% residual work capacity in adapted work; the other personal and occupational factors invoked did not justify a deduction, and no legal error or manifest factual error was shown.

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