Non-entry for insufficiently reasoned appeal in unemployment insurance case

8C_919/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung20.11.2012Dismissed

Zusammenfassung

A federal appeal in unemployment insurance matters was declared inadmissible because the appellant submitted no prayer for relief and failed to engage with the cantonal court's reasoning or to show any legal or factual error. The Federal Supreme Court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure. It also waived court costs in view of the circumstances.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 95 f. and Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: an appeal must contain a prayer for relief and a reasoned critique of the challenged decision, addressing its decisive considerations. Mere general dissatisfaction or unsupported assertions do not satisfy the minimum substantiation requirement. If no valid remedy is filed, the court may decline to enter into the matter in simplified procedure by the division president. Under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG, court costs may exceptionally be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_919/2012

Urteil vom 20. November 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Arbeitsamt des Kantons Schaffhausen,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 5. Oktober 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des A.________ vom 9. November 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 5. Oktober 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Beschwerde vom 9. November 2012 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie kein Begehren enthält und sich der Versicherte nicht in konkreter Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz, insbesondere bezüglich der verfügten Einstellung in der Anspruchsberechtigung, auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,
dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. November 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

unemployment insuranceinadmissibilityreasoned appealsimplified procedurecourt costs