Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

8C_91/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung03.02.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal judgment in an invalidity insurance matter, but his filing merely commented on parts of the reasoning without specifically showing any legal error or manifestly incorrect factual findings. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the requirements of Art. 42 BGG and therefore did not enter into the matter under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. It also waived court costs under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 and Art. 105 BGG; requirements for admissibility of a federal appeal: the appellant must, in a concise but concrete manner, engage with the reasoning of the challenged decision and indicate why it violates law. Merely presenting one’s own view or commenting on isolated points does not suffice. The Federal Supreme Court bases its decision on the facts established by the lower court and departs from them only if manifestly incorrect or unlawful findings are specifically alleged and shown. If these requirements are not met, the appeal is inadmissible in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_91/2012

Urteil vom 3. Februar 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Thurgau,
St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau
vom 21. Dezember 2011.

Nach Einsicht
in die mit Eingabe vom 28. Januar 2012 ergänzte Beschwerde vom 27. Dezember 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 21. Dezember 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), was die Beschwerde führende Partei präzise geltend zu machen hat (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 304 E. 2.4 und 2.5 S. 313 f. mit Hinweisen),
dass der Beschwerdeführer zwar einzelne Erwägungen des angefochtenen Entscheids kommentiert, ohne indessen dabei darzulegen, inwiefern die von der Vorinstanz getroffenen Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen; lediglich seine Sicht der Dinge darzulegen, genügt nicht,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
dass diese Angelegenheit mit diesem Urteil seinen Abschluss findet, weshalb sich das Gericht vorbehält, allenfalls im Nachgang dazu eingehende Schriftstücke des Beschwerdeführers unbeantwortet abzulegen (siehe dazu die bereits den Beschwerdeführer betreffenden Verfahren 8C_560/2011, 8C_62/2011 und 8C_382/2009),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 3. Februar 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementfederal appealsocial insurancecourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court’s pleading and reasoning requirements under the BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant did not specifically engage with the cantonal court’s reasoning or show why the factual findings were manifestly incorrect or legally erroneous.

Extrahierte Begründung

An appeal must state requests and reasons and must address the challenged judgment concretely. Mere commentary on isolated points or presenting one's own view is insufficient.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged despite the non-entry decision.

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied.

Extrahierte Begründung

The court relied on the statutory possibility to waive costs in this situation.

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