projekte
8C_823/2012 ΓÇó Appeal inadmissible for insufficient reasoning
8C_823/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung07.11.2012Inadmissible
The claimant appealed against a cantonal social insurance decision that had refused to enter into the case because the required advance on costs had not been paid within the deadline. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the federal reasoning requirements: the appellant merely alleged arbitrariness, without concretely showing how the cantonal court's approach violated federal law. The appeal was therefore not entered into in simplified proceedings. The court waived federal court costs.
Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility for insufficient reasoning. An appeal must, in concise but concrete terms, explain how the contested decision violates law. A merely abstract allegation of arbitrariness, without engaging with the reasoning of the lower court, does not satisfy the motivation requirement. Where the appeal manifestly lacks adequate reasoning, non-entry in simplified proceedings is permissible. Cost exemption may be granted under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.
{T 0/2}
8C_823/2012
Urteil vom 7. November 2012
I. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.
Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons Freiburg, route du Mont-Carmel 5, 1762 Givisiez,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),
Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, vom 18. September 2012.
Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 8. Oktober 2012 (Poststempel) gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, vom 18. September 2012, worin mangels innert gesetzter Frist bezahlten Gerichtskostenvorschusses androhungsgemäss auf eine Beschwerde nicht eingetreten wurde,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerdeführerin zwar das Nichteintreten als gegen das Willkürverbot verstossend rügt, ohne indessen im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern die der gesetzgeberischen Konzeption (Art. 128 VRG/FR) entsprechende Vorgehensweise der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar ist, sich auf keinen vernünftigen Grund stützen lässt, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder sonst in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft; lediglich zu behaupten, eine dem Gesetz entsprechende Vorgehensweise sei willkürlich, genügt offensichtlich nicht,
dass es daher einer rechtsgenüglichen Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Urteil mangelt und namentlich nicht dargelegt wird, inwiefern das kantonale Urteil Bundesrecht verletzt,
dass im Übrigen die kantonale Prozessordung (Art. 30 VRG/FR) Gerichtsferien lediglich für nach Tagen bestimmte Fristen kennt, nicht jedoch für auf ein bestimmtes Datum terminierte Fristen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 7. November 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Ursprung
Der Gerichtsschreiber: Grünvogel