Non-entry for insufficiently substantiated social assistance appeal

8C_789/2011Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung11.11.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

K. appealed a Schwyz administrative court decision concerning social assistance. The Federal Supreme Court found that the filing lacked a proper request and did not, with reference to the cantonal court’s reasoning, clearly and specifically show which constitutional rights had been violated. General references to constitutional provisions and rights were insufficient. The appeal was therefore manifestly inadmissible and the Court did not enter into it. Court costs were exceptionally waived.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 95 ff. BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements of reasoning for appeals against cantonal-law decisions. When a cantonal decision is challenged, a mere assertion of violation of cantonal law is insufficient; the appellant must, in a substantiated manner and by reference to the reasoning of the impugned decision, indicate which constitutional rights were infringed and how. General or unparticularized references to fundamental rights do not satisfy the qualified duty to raise and substantiate grievances. If these requirements are not met, the Federal Supreme Court will not enter into the appeal under the simplified procedure. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_789/2011

Urteil vom 11. November 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Fürsorgebehörde X.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 21. September 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der K.________ vom 24. Oktober 2011 (Post-stempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 21. September 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass bei Beschwerden, die sich - wie vorliegend - gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbstständigen Beschwerdegrund bildet; vielmehr hat die Beschwerde führende Person darzulegen, inwiefern der beanstandete Akt gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll (BGE 135 V 94 E. 1 S. 95),
dass hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht gilt, weshalb insofern eine qualifizierte Rügepflicht besteht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; vgl. auch BGE 133 IV 286 ff.),
dass es daher der Beschwerde führenden Person obliegt (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen, die nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG für die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben), klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit weiteren Hinweisen),
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 24. Oktober 2011 den vorerwähnten Anforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, weil sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und in der Begründung namentlich nicht anhand der vorinstanzlichen Erwägungen konkret und detailliert aufgezeigt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern diese durch das angefochtene Urteil des kantonalen Gerichts verletzt worden sein sollen, wobei die Beschwerde insbesondere die gesetzlichen Erfordernisse der qualifizierten Rügepflicht hinsichtlich eines zulässigen Beschwerdegrundes im Sinne von Art. 95 ff. BGG nicht erfüllt,

dass hieran auch die - in unsubstanziierter Weise vorgebrachten - Hinweise unter anderem auf "Bundesverfassung Art. 8" bzw. "Meinungs- und Informationsfreiheit" sowie "Persönlichkeitsverletzung" nichts zu ändern vermögen,

dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl die Beschwerdeführerin auf die Formerfordernisse von Beschwerden in Fällen wie dem vorliegenden bereits in einem früheren Verfahren vor Bundesgericht (8C_152/2011; Urteil vom 1. März 2011) hingewiesen wurde,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. November 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

social welfareadmissibilitysubstantiationconstitutional complaintnon-entryqualified duty to raise grievancescourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's formal and substantiation requirements under the BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain a valid request or a sufficiently specific and detailed constitutional substantiation, so it failed the admissibility requirements.

Extrahierte Begründung

For complaints against decisions applying cantonal law, mere violation of cantonal law is not a free-standing ground. The appellant had to show, with reference to the challenged reasoning, which constitutional rights were violated. The filing did not do so; generic references to Article 8 of the Constitution, freedom of opinion and information, and personality rights were insufficient.

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