Non-entry due to insufficient reasoning in unemployment insurance appeal

8C_767/2011Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung17.11.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

P.________ appealed a Zurich social insurance judgment in an unemployment insurance dispute. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the mandatory reasoning requirements because it did not engage with the decisive lower-court considerations and mostly repeated earlier submissions. As the filing was therefore not a valid appeal, the Court refused to enter into the matter without granting a cure period. Court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility for insufficient reasoning: a federal appeal must, in a concise and substantiated manner, address the decisive considerations of the challenged judgment and indicate which legal provisions were violated and why. Purely appellatory criticism or a largely verbatim repetition of submissions made below does not satisfy the duty to state reasons. If the deficiency is manifest, the court may issue a non-entry decision without setting a deadline to cure; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_767/2011

Urteil vom 17. November 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Unia Arbeitslosenkasse,
Werdstrasse 36, 8036 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 17. August 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des P.________ vom 14. Oktober 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 17. August 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 14. Oktober 2011 mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, wobei in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist,
dass sich die beim Bundesgericht eingereichte Rechtsschrift nur in wenigen untergeordneten Punkten von der Beschwerde, welche der Versicherte bereits vor dem kantonalen Sozialversicherungsgericht eingereicht hat, unterscheidet (BGE 134 II 244 E. 2.1. ff. S. 245 ff.), und die Begründung in weiten Teilen wörtlich der schon vor dem erstinstanzlichen Gericht eingereichten Beschwerde entspricht,
dass der Beschwerdeführer auch mit den neu eingefügten Ausführungen nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. - soweit überhaupt geltend gemacht - eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte,
dass deshalb offensichtlich keine hinreichende Begründung und daher kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. November 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementfederal appealunemployment insurancecourt costsappellatory criticism

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal satisfied the statutory reasoning requirements.

Extrahierter Entscheid

No. The filing did not address the decisive reasoning of the lower court in a sufficiently specific and substantiated manner.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42 BGG, the appeal must explain concisely how the contested decision violates the law. Mere repetition of earlier submissions or appellatory criticism is insufficient, and the appellant did not show any concrete legal error or manifestly incorrect fact-finding.

Kernrechtsfrage

Whether the court should grant a time limit to cure the defective appeal.

Extrahierter Entscheid

No. The court did not set a deadline to improve the submission.

Extrahierte Begründung

Because the lack of sufficient reasoning made the appeal clearly inadmissible under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, no curing period was granted.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

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