No unemployment benefits for employee board member

8C_713/2009Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung23.10.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the appeal against the Thurgau administrative court's decision denying unemployment benefits. It held that the appellant, a shareholder and acting board member of X.________ AG, had a legally significant influence on the company under unemployment insurance law and was therefore excluded from entitlement. His arguments about a small shareholding and missing management powers were rejected as irrelevant under settled case law. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 500.

Omnilex-Regeste

Art. 31 Abs. 1 lit. c und Abs. 3 lit. c AVIG; board member as excluded person for unemployment compensation: A person who is a member of the board of directors of an employer company is, by virtue of office, deemed to have a legally relevant influence on the employer and is barred from unemployment benefits; the decisive factor is the corporate position itself, not the extent of shareholding or the actual exercise of managerial powers (consid. 2). No additional factual inquiries into concrete responsibilities are required where the exclusion follows directly from the statutory function and established case law. The complaint may be dealt with in simplified proceedings under Art. 109 BGG if manifestly unfounded.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_713/2009

Urteil vom 23. Oktober 2009
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Polla.

Parteien
D.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Linda Keller,
Beschwerdeführer,

gegen

Arbeitslosenkasse Thurgau, 8510 Frauenfeld Kant. Verwaltung,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosenentschädigung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 1. Juli 2009.

In Erwägung,
dass das kantonale Gericht nach einlässlicher Würdigung der Aktenlage und mit zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird, zum Schluss gelangt ist, dass der als Gesellschafter der X.________ AG, im Handelsregister eingetragene D.________ (geboren 1969) praxisgemäss (BGE 123 V 234 E. 7 S. 236) im Zeitpunkt der Antragstellung keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besass, weil er als mitarbeitender Verwaltungsrat unmittelbar von Gesetzes wegen massgebliche Einflussmöglichkeit im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. c AVIG verfügt (Art. 716 bis 716b OR),

dass die Ausführungen in der Beschwerde hieran nichts zu ändern vermögen,

dass insbesondere der Einwand des Beschwerdeführers, er habe bei einem Aktienanteil von 8% und fehlender Geschäftsführungsbefugnis keine wesentliche Einflussmöglichkeit auf die Entscheidungen der Firma gehabt, nicht stichhaltig ist, da, wie die Vorinstanz bereits ausgeführt hat, bei einem Mitglied des Verwaltungsrats der persönliche Ausschlussgrund des Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG ohne weiteres Platz greift und es, entgegen der Ansicht des Versicherten, keiner weiteren Abklärungen zu seinen konkreten Verantwortlichkeiten in der Firma bedarf (BGE 123 V 234 E. 7a S. 238; 122 V 270 E. 3 S. 273; ARV 2004 Nr. 21 S. 196, C 113/03; 2002 Nr. 28 S. 183, C 373/00; 1996/97 Nr. 10 S. 48, C 35/94; Nr. 31 S. 170, C 296/96; Nr. 41 S. 224, C 42/97),

dass demnach nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanz Verfahrensvorschriften verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unvollständig (willkürlich) festgestellt oder eine Rechtsverletzung begangen haben soll,

dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, dem Staatssekretariat für Wirtschaft und der Amt für Wirtschaft und Arbeit, Abt. Arbeitslosenkasse, schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. Oktober 2009

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Polla

Schlagwörter

unemployment insuranceboard memberinfluenceeligibilityshareholdersimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to unemployment benefits despite being a shareholder and acting board member of the company.

Extrahierter Entscheid

No. As an acting board member, he had a legally relevant influence within the meaning of Art. 31 AVIG, so he had no entitlement to unemployment compensation at the time of application.

Extrahierte Begründung

The Federal Court upheld the cantonal court's view that, according to settled case law, a board member is personally excluded from entitlement without further inquiry into actual managerial powers or shareholding percentage. The appellant's arguments about an 8% shareholding and lack of management authority did not alter this.

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