Invalidity pension denied; medical report and percentage comparison upheld

8C_692/2007Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung04.07.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person challenged the refusal of an invalidity pension and sought remittal. The Federal Court held that the cantonal court had correctly evaluated the medical evidence, including the expert report from the Ärztliches Begutachtungsinstitut X.________, and that no bias, incompleteness, or decisive contradiction was shown. It also upheld the use of the percentage comparison method for calculating the invalidity degree. Finding no federal-law error or manifestly incorrect fact-finding, the Court dismissed the appeal and imposed court costs of CHF 500 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 8 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG, Art. 28 Abs. 1 IVG, Art. 16 ATSG; judicial review of invalidity assessment and probative value of medical reports. The Federal Court is bound by the factual findings of the cantonal court unless they are manifestly incorrect or based on a legal error (Art. 105 para. 1–2 BGG). Assessments of diagnosis, residual work capacity and medically established incapacity are factual questions. A medical report retains probative value absent concrete indications of bias or material incompleteness; isolated imperfections in wording do not suffice. Where the insured person remained capable of her former occupation, the invalidity degree may be determined by percentage comparison. The court will not substitute its own assessment where the lower court has thoroughly and coherently weighed the evidence.

Gesamter Gesetzestext

8C_692/2007 {T 0/2}

Urteil vom 4. Juli 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger,
Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiberin Durizzo.

Parteien
Z.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Michael Ausfeld, Weinbergstrasse 18, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 14. September 2007.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle des Kantons Zürich den Anspruch der Z.________, geboren 1966, auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 21. Februar 2006 und Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2006 mangels rentenbegründender Invalidität abgelehnt hat (Invaliditätsgrad: 20 %),
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 14. Dezember 2007 abgewiesen hat,
dass Z.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen lässt mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, während das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet,
dass das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Verfügung vom 18. März 2008 abgewiesen hat,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden kann,
dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass das kantonale Gericht die Bestimmungen und Grundsätze zum Begriff der Invalidität (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) sowie zur Ermittlung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt hat,
dass die Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung, die gestützt darauf gestellte Diagnose, die ärztliche Stellungnahme zu dem noch vorhandenen Leistungsvermögen oder (bei psychischen Gesundheitsschäden) zur Verfügbarkeit von Ressourcen der versicherten Person sowie die aufgrund der medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeits(un)fähigkeit Tatfragen betreffen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398),
dass diese sich nach der dargelegten Regelung der Kognition einer Überprüfung durch das Bundesgericht weitgehend entziehen,
dass das kantonale Gericht die medizinischen Akten und vor allem das Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts X.________ vom 30. August 2005 einlässlich und sorgfältig gewürdigt hat,
dass es sich insbesondere auch zu den bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Rügen der Befangenheit eines Gutachters, der Unvollständigkeit des Gutachtens und der falschen Einschätzung der Bedeutung des Unfallereignisses vom 14. Juli 2002 in der Krankengeschichte der Versicherten und dementsprechend falschen Diagnosestellung durch die Gutachter geäussert hat,
dass keine Umstände vorliegen, welche geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des fallführenden Arztes zu erwecken (vgl. BGE 120 V 357 E. 3a S. 365; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193, U 212/97, E. 2a/bb), da aufgrund des unkorrekten Zitierens der Arbeitsunfähigkeit nicht darauf geschlossen werden kann, es habe statt einer Gesamtbeurteilung aller begutachtenden Ärzte nur eine Einschätzung durch den fallführenden Arzt allein stattgefunden,
dass das kantonale Gericht auch alle anderen medizinischen Unterlagen in die Beweiswürdigung einbezogen und sich mit den geltend gemachten Widersprüchen (bezüglich der Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung) zutreffend auseinandergesetzt hat,
dass die Vorinstanz den Invaliditätsgrad zu Recht gestützt auf einen Prozentvergleich (BGE 114 V 310 mit Hinweisen) bemessen hat, nachdem die Beschwerdeführerin bereits vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens als Sozialpädagogin gearbeitet hat und diese angestammte Tätigkeit auch weiterhin ausüben könnte,
dass keine Anhaltspunkte bestehen für eine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG oder einen Mangel in der vorinstanzlichen Feststellung des Sachverhalts gemäss Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 4. Juli 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Durizzo

Schlagwörter

invalidity pensionmedical evidenceexpert opinionbiasinvalidity degreepercentage comparisonjudicial reviewsocial insurancecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the denial of an invalidity pension should be overturned and the case remitted for further administrative proceedings.

Extrahierter Entscheid

The record disclosed no legal error or evidently incorrect factual finding warranting interference; the denial stands.

Extrahierte Begründung

The cantonal court correctly applied the concepts of invalidity and pension entitlement and assessed the evidence, especially the expert report, carefully. The Federal Court found no grounds to disturb the factual findings under its limited review.

Kernrechtsfrage

Whether the medical expert opinion was unreliable because of alleged bias, incompleteness, and erroneous assessment of the accident history and diagnosis.

Extrahierter Entscheid

The objections did not undermine the probative value of the expert opinion.

Extrahierte Begründung

No circumstances suggested bias of the lead physician. An incorrect citation of work incapacity did not show that only one physician assessed the case. The lower court properly addressed the asserted contradictions, including the PTSD diagnosis.

Kernrechtsfrage

Whether the invalidity degree was wrongly calculated using a percentage comparison method.

Extrahierter Entscheid

The percentage comparison method was correctly applied.

Extrahierte Begründung

Because the insured had worked as a social pedagogue before the impairment and could still perform that occupation, the lower court rightly assessed the degree of invalidity by percentage comparison.

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