Non-entry due to lack of irreparable harm

8C_667/2011Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung22.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The complainant challenged a cantonal decision that refused to restore suspensive effect against SUVA’s withdrawal of daily allowances and treatment-cost coverage. The Federal Supreme Court held that the cantonal decision was an interlocutory order concerning a provisional measure. Because the complainant did not demonstrate a non-reparable legal disadvantage, the appeal requirements under Art. 93 BGG were not satisfied. In simplified procedure, the court did not enter into the complaint and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; an interlocutory decision concerning suspensive effect or another provisional measure is appealable only if it can cause a non-reparable legal disadvantage. Such disadvantage must generally be of legal nature and not merely factual or economic; it is not established where the disputed benefits can be paid retroactively and provisional coverage remains possible. If the appellant fails to substantiate such prejudice, the Federal Supreme Court does not enter into the complaint under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_667/2011

Urteil vom 22. September 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
M.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 2. August 2011.
Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 11. September 2011 (Poststempel) gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 2. August 2011,

in Erwägung,
dass die SUVA mit Einspracheentscheid vom 5. April 2011 die M.________ bisher ausgerichteten Taggeldleistungen und allfälligen Heilbehandlungskosten auf den 1. Januar 2011 einstellte und gleichzeitig einer allfällig dagegen gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzog,
dass M.________ beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich dagegen Beschwerde führte und dabei um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ersuchte, was das Gericht mit Verfügung vom 2. August 2011 abwies,
dass die angefochtene Verfügung das Verfahren nicht abschliesst, womit kein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG vorliegt, sondern ein Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG über die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme,
dass derartige Zwischenentscheide beim Bundesgericht anfechtbar sind, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) und wenn auch in der Hauptsache die Beschwerde an das Bundesgericht offensteht (Grundsatz der Einheit des Prozesses; BGE 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.),
dass der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne des Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG (im Unterschied zu Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG) grundsätzlich rechtlicher Natur sein muss, d.h. auch durch einen günstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden kann, wogegen eine rein tatsächliche oder wirtschaftliche Erschwernis in der Regel nicht genügt (BGE 134 I 83 E. 3.1 S. 87 mit Hinweisen; vgl. auch THOMAS MERKLI, Vorsorgliche Massnahmen und die aufschiebende Wirkung bei Beschwerden in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidiären Verfassungsbeschwerden, ZBl 109/2008 S. 416 ff., S. 429),
dass die Beschwerdeführerin weder darlegt noch ersichtlich ist, inwiefern bei ihm ein nicht wieder gutzumachender Nachteil vorliegen könnte, zumal für die ganze Dauer der vorsorglichen Einstellung eine Taggeldnachzahlung erfolgen wird und allfällige Heilbehandlungskosten übernommen werden, falls sich im Beschwerdeverfahren ergeben sollte, dass die Versicherungsleistungen nicht eingestellt werden; für die Zeit bis dahin gestützt auf Art. 70 Abs. 2 lit. a ATSG sodann die Krankenversicherung eine Vorleistungspflicht trifft,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. September 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Schlagwörter

social insurancesuspensive effectinterlocutory decisionirreparable harminadmissibilitysimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against the cantonal order refusing suspensive effect was admissible before the Federal Supreme Court.

Extrahierter Entscheid

The order was an interlocutory decision on a provisional measure, and the requirements for immediate appeal were not met.

Extrahierte Begründung

The complained-of order did not end the proceedings. A challenge to an interlocutory decision under Art. 93 BGG requires a non-reparable legal disadvantage, which was neither shown nor apparent; a later payment of back benefits and the provisional coverage of treatment costs precluded such harm.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed on the complainant.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged.

Extrahierte Begründung

The court waived costs in the simplified procedure.

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