Non-entry for lack of proper appeal reasoning

8C_618/2008Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung11.09.2008Inadmissible

Zusammenfassung

F. appealed to the Federal Supreme Court against a Zurich Social Insurance Court decision refusing to enter into his case concerning accident insurance. The appeal was filed without a request and without any case-specific reasoning addressing the non-entry decision. The Court held that the requirements of Art. 42 BGG were not met and that a grace period to cure deficient reasoning was unavailable. It therefore did not enter into the appeal under simplified procedure. No court costs were charged, rendering the request for free legal aid moot.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Anforderungen an die Beschwerdeschrift bei Anfechtung eines Nichteintretensentscheids; eine Beschwerde muss Rechtsbegehren und sachbezogene, knapp begründete Rügen enthalten. Wird einzig die materielle Streitsache thematisiert, ohne darzutun, weshalb auf kantonaler Ebene einzutreten gewesen wäre, liegt keine rechtsgenügliche Beschwerde vor. Eine Nachfrist zur Verbesserung einer ungenügenden Begründung ist nicht vorgesehen; anders verhält es sich bloss bei fehlenden Beilagen. Das vereinfachte Nichteintretensverfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ist zulässig, wenn die Beschwerde offensichtlich ungenügend begründet ist (E. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_618/2008
[9C_600/2008]

Urteil vom 11. September 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
F.________,
Beschwerdeführer,

gegen

SWICA Versicherungen AG,
Römerstrasse 38, 8400 Winterthur,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 30. Mai 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des F.________ vom 10. Juli 2008 (Poststempel) gegen den Nichteintretensentscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Mai 2008,

in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 11. Juli 2008 betreffend fehlende Beilagen am 7. August 2008 erfolgte Nachreichung des vorinstanzlichen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452, 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerdeschrift, welche sich bei der Anfechtung von Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit keine rechtsgenügliche Beschwerde darstellt (vgl. BGE 123 V 335, 118 Ib 134; ARV 2002 Nr. 7 S. 61 Erw. 2),
dass die Beschwerde vom 10. Juli 2008 kein Begehren und auch keine sachbezogene Begründung enthält, indem der Beschwerdeführer namentlich nicht darlegt, weshalb die Vorinstanz auf die Beschwerde hätte eintreten sollen,
dass mithin kein gültiges Rechtsmittel vorliegt, obwohl der vorinstanzliche Entscheid nachgereicht worden ist,

dass das Ansetzen einer Nachfrist zur Verbesserung der mangelhaften Rechtsschrift im Sinne von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG - im Gegensatz zur Nachreichung der fehlenden Beilagen (Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG; vgl. BGE 130 I 312 E. 1.3.1 S. 320, 123 II 359 E. 6b/bb S. 369, 118 Ib 134 E. 2, je mit Hinweis) - ausser Betracht fällt (vgl. das zur Publikation in BGE 134 X bestimmte Urteil vom 19. Mai 2008, 1C_380/2007),

dass von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird, weshalb sich das sinngemässe Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos erweist,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. September 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

non-entryappeal admissibilityreasoning requirementsimplified procedurecourt costsfree legal aid