Non-entry due to insufficiently reasoned appeal

8C_612/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung14.09.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal unemployment-insurance judgment, but the Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the mandatory reasoning requirements. The filing failed to address the decisive considerations of the lower court and did not substantiate any violation of federal law or manifestly incorrect fact-finding. Despite a prior warning that defects could only be cured within the appeal period, no valid remedy was filed. The Court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 paras. 1 and 2 BGG; Art. 108 para. 1 lit. b BGG; requirements of a federal appeal: a remedy must contain requests and a reasoned, issue-specific challenge to the grounds of the contested decision. The appellant must, in a concise manner, demonstrate in what respect the decision violates federal law or rests on manifestly incorrect findings of fact; mere unsupported assertions, including general references to health circumstances, are insufficient. If these minimum requirements are not met, the appeal is inadmissible and may be disposed of in simplified procedure without entering into the merits (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_612/2010

Urteil vom 14. September 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
O.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau, Schlossmühlestrasse 9, 8510 Frauenfeld,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 16. Juni 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des O.________ vom 16. Juli 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 16. Juni 2010,

in die Mitteilung des Bundesgerichts an O.________ vom 20. Juli 2010, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde vom 16. Juli 2010 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen nicht in hinreichender Weise auseinandersetzt und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine qualifiziert fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die in unsubstanziierter Weise vorgebrachten Einwendungen bezüglich des Gesundheitszustandes nichts ändern,

dass mithin kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht den Beschwerdeführer in der Mitteilung vom 20. Juli 2010 auf die Gültigkeitserfordernisse von Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch mögliche Verbesserung der Eingabe ausdrücklich hingewiesen hatte,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 14. September 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

unemployment insuranceinadmissibilityreasoned appealformal requirementsnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the federal procedural requirements for reasoning and requests under the BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the minimum reasoning requirements because it failed to engage with the decisive grounds of the cantonal judgment and did not show any violation of federal law or clearly erroneous fact-finding.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42 paras. 1 and 2 BGG, a remedy must state requests and reasons; the appellant must specifically address the challenged decision. The filing did not do so, and the unspecific health-related objections did not cure the defect despite prior warning.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

Because the case was disposed of in simplified procedure and the court waived costs under Art. 66 para. 1 sentence 2 BGG.

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