Non-entry due to insufficient reasoning; legal aid denied

8C_561/2008Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung28.07.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the social insurance complaint was inadmissible because it did not satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG: it lacked a proper request and did not show, in a case-related manner, why the cantonal judgment violated federal law or rested on incorrect factual findings. The President therefore issued a summary non-entry decision. The request for free legal aid was denied as to counsel because the appeal had no prospects of success; no court costs were imposed, making the cost aspect of the request moot.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissibility of a federal complaint. A complaint must contain a clear prayer for relief and, in concise but targeted form, engage with the challenged reasons and demonstrate which federal norms were violated and why. Merely abstract or non-case-related assertions do not satisfy the pleading burden. If these minimum requirements are not met, the complaint is not entered into in simplified procedure. A request for free legal representation under Art. 64 Abs. 1 BGG must be refused where the appeal is manifestly hopeless; if no costs are levied, the request is moot as to court costs.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_561/2008

Urteil vom 28. Juli 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Parteien
S.________, Beschwerdeführer, vertreten durch
Advokat Dr. Matthias Aeberli, Freie Strasse 82, 4010 Basel,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 27. Februar 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 25. Juni 2008 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 27. Februar 2008,
in das Gesuch vom 4. Juli 2008 um unentgeltliche Rechtspflege und um Erteilung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung,
in Erwägung,
dass über das Gesuch um Nachfristerteilung unter Verweis auf Art. 43 und Art. 47 Abs. 1 BGG bereits mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. Juli 2008 abschlägig entschieden worden ist,
dass ein Rechtsmittel unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452, 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),

dass mit anderen Worten in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG sowie des Art. 273 Abs. 1 BStP und des Art. 90 Abs. 1 OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207 ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften (Botschaft, a.a.O. Ziff. 2.2.4, S. 4232) und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie keinen rechtsgenüglichen Antrag enthält und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit das am 4. Juli 2008 gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, soweit die Gerichtskosten betreffend, gegenstandlos ist und, soweit die Verbeiständung umfassend, wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. Juli 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

social insuranceinadmissibilityreasoned appealfree legal aidnon-entrycourt costs