Proceedings struck out for lack of appeal intent

8C_540/2013Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung13.08.2013Dismissed

Zusammenfassung

S. filed a submission that was initially docketed as an appeal in social insurance matters against a Luzern cantonal judgment. She later clarified that the filing actually belonged to a separate proceeding before the First Civil Law Division concerning legal aid and that she had not intended to appeal the social-insurance judgment. The Federal Supreme Court therefore found that there was no appeal intent, struck the proceeding from the docket as moot, and waived court costs.

Regest

Art. 32 Abs. 2 BGG; lack of appeal intent and mootness of the proceedings; where the appellant clarifies that a filing was not directed against the challenged judgment, the Federal Supreme Court may strike the case from the docket by order. Court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG in view of the circumstances.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

8C_540/2013

Verfügung vom 13. August 2013

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Luzern,
Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Eingabe betreffend Entscheid
des Kantonsgerichts Luzern
vom 21. Juni 2013.

In Erwägung,
dass S.________ mit Eingabe vom 23. Juli 2013 an das Bundesgericht gelangt ist, wobei sie als "Beweis" auf ein beigelegtes Urteil vom 21. Juni 2013 des Kantonsgerichts Luzern betreffend Invalidenversicherung verwies,
dass in der Folge bei der I. sozialrechtlichen Abteilung ein Beschwerdedossier (unter der Verfahrens-Nr. 8C_540/2013) eröffnet wurde,
dass das Bundesgericht dies u.a. S.________ am 2. August 2013 mitgeteilt hat,
dass S.________ mit Eingabe vom 6. August 2013 klarstellt, dass die Eingabe vom 23. Juli 2013 ein bei der I. zivilrechtlichen Abteilung (betreffend unentgeltliche Rechtspflege) hängiges Verfahren betrifft, wogegen sie keine Beschwerde an die sozialrechtliche Abteilung erhoben habe,
dass es somit vorliegend offensichtlich am Beschwerdewillen hinsichtlich einer Anfechtung des Urteils vom 21. Juni 2013 des Kantonsgerichts Luzern betreffend Invalidenversicherung fehlt,
dass demnach das Verfahren gestützt auf Art. 32 Abs. 2 BGG infolge Gegenstandslosigkeit mit Verfügung der Abteilungspräsidentin abgeschrieben werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

verfügt die Präsidentin:

1.

Das Verfahren wird als gegenstandslos vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Diese Verfügung wird den Parteien, dem Kantonsgericht Luzern, 3. Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 13. August 2013
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

social insurancemootnessappeal intentcourt costsdocket striking