Non-entry for insufficiently reasoned appeal in accident insurance case

8C_540/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung20.07.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The complainant appealed a cantonal social insurance judgment in an accident insurance matter. The Federal Court held that the appeal failed to satisfy the statutory pleading requirements because it contained neither an adequate request nor sufficient reasoning addressing the decisive cantonal findings. Without granting a cure period, the court therefore did not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Given the circumstances, it exceptionally waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; sufficiency of appeal reasoning and non-entry procedure; an appeal must contain a concrete request and, in concise form, a substantiated critique of the decisive considerations of the challenged judgment, showing precisely which federal provisions or rights were violated. A merely appellatory submission is insufficient. If these requirements are manifestly not met, the appellate court may decline to enter without setting a time limit for cure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG, costs may exceptionally be waived in view of the circumstances.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_540/2012

Urteil vom 20. Juli 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 7. Mai 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der P.________ vom 5. Juli 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 7. Mai 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter ande-rem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und wes-halb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass die Beschwerde vom 5. Juli 2012 den vorgenannten Erfordernissen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie kein rechtsgenügliches Begehren und auch keine ausreichende Begründung enthält, indem sich die Versicherte mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 BGG unrichtig oder unvollständig festgestellt haben sollte,
dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage der Beschwerdeführerin, offensichtlich kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren ausnahmsweise abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. Juli 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

non-entryappeal reasoningpleading requirementscost waiversocial insuranceaccident insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the requirements of Art. 42 BGG and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain an admissible request or adequate reasoning and failed to address the decisive findings of the cantonal court.

Extrahierte Begründung

The appellant merely criticised the decision without showing, in a legally sufficient manner, which federal law or factual findings were violated; therefore the appeal was manifestly non-compliant with the statutory pleading requirements.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged in the federal proceedings

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied exceptionally.

Extrahierte Begründung

Given the circumstances and with understanding for the appellant's situation, the court exercised discretion under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG and waived costs.

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