Non-entry on inadequately reasoned social insurance appeal

8C_529/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung07.07.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged a Zurich social insurance court order that had treated the cantonal proceedings as withdrawn and taxed costs against him. The Federal Supreme Court held that the complaint did not satisfy the mandatory reasoning requirements: a mere allegation of arbitrariness was insufficient without a concrete demonstration of why the cost order was untenable. The court therefore did not enter into the appeal under the simplified procedure. Because of the circumstances, it waived federal court costs, which rendered the request for free legal aid moot.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 95 ff. BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility for insufficient reasoning. A federal appeal must, in concise form, specifically set out how the challenged decision violates law; merely repeating appellate criticism or invoking arbitrariness in abstracto does not suffice. Where the reasoning defect is apparent, the court may decide in simplified procedure without entering into the merits. Under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG, costs may exceptionally be waived in view of the circumstances, rendering a request for legal aid moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_529/2010

Urteil vom 7. Juli 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
U.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 18. Mai 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 21. Juni 2010 gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 18. Mai 2010, mit welcher das Verfahren Nr. IV.2009.01212 als durch Rückzug erledigt und die Gerichtskosten dem Rechtsmitteleinleger auferlegt wurden,

in Erwägung,
dass gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form schriftlich darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid recht verletzt,
dass die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe nennen,
dass der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Kostenauflage zwar als willkürlich rügt und damit Art. 9 BV anruft,
dass es indessen nicht genügt, dabei den Entscheid gleich wie in einem appellatorischen Verfahren zu kritisieren,
dass vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen gewesen wäre, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, sich auf keinen vernünftigen Grund stützen lässt, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder (sonst) in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (zum Willkürbegriff BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17 f.; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f.; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 128 I 273 E. 2.1 S. 275, 295 E. 7a S. 31; 127 I 54 E. 2b S. 56, 60 E. 5a S. 70, je mit Hinweisen),
dass der Begründungsmangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann,
dass unter den gegebenen Verhältnissen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 7. Juli 2010
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

social insuranceadmissibilityreasoning requirementarbitrarinesscostsfree legal aid