Non-entry on appeal against remand decision

8C_483/2011Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung28.06.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the cantonal decision remanding the case to the unemployment fund for further clarification of the insured person’s employment level was an interlocutory decision. The appellant failed to show either irreparable harm or a significant saving of time and costs, as required for an appeal against such a decision. The Court therefore did not enter into the appeal and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a remand decision. A cantonal decision that merely remands the matter to the administration for further fact-finding is an interlocutory decision. It is only open to appeal if the appellant demonstrates either irreparable disadvantage or that immediate admission of the appeal would lead to a final decision and thus avoid extensive evidence-taking. The burden of substantiation lies with the appellant; if the statutory conditions are neither shown nor otherwise apparent, the Federal Supreme Court does not enter into the appeal. In such a case, court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_483/2011

Urteil vom 28. Juni 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
H.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Arbeitslosenkasse Comedia, Monbijoustrasse 33, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 26. April 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 14. Juni 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 26. April 2011, mit welchem in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse Comedia vom 9. Februar 2010 aufgehoben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen über den Beschäftigungsgrad des Versicherten an die Verwaltung zurückgewiesen wurde,

in Erwägung,
dass es sich beim angefochtenen Rückweisungsentscheid um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt, da er weder das Verfahren insgesamt noch über einzelne Rechtsbegehren abschliesst (BGE 134 II 124 E. 1.3 S. 127; 133 V 477 E. 4.2 und 4.3 S. 481 f.; 133 V 645 E. 2.1 S. 647),

dass die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge in einem Rückweisungsentscheid ebenfalls einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG darstellt (BGE 133 V 645),
dass diese später noch beim Bundesgericht angefochten werden kann, entweder selbstständig innerhalb der normalen Rechtsmittelfrist ab Rechtskraft des Endentscheids oder zusammen mit dem neuen Entscheid der Vorinstanz (a.a.O. E. 2.2 S. 648; Urteile 8C_827/2010 vom 12. November 2010 und 9C_720/2009 vom 29. September 2009 E. 1 sowie 9C_567/2008 vom 30. Oktober 2008 E. 4.2 mit Literaturhinweis),
dass gemäss Art. 93 BGG gegen Zwischenentscheide die Beschwerde nur unter den alternativen Voraussetzungen zulässig ist, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Abs. 1 lit. a) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Abs. 1 lit. b),
dass der Beschwerdeführer nicht dartut, inwiefern ihm durch den Rückweisungsentscheid des kantonalen Gerichts ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (vgl. dazu auch BGE 133 V 477 E. 5.2 und 5.2.2 S. 483) oder ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten erspart werden könnte (zum Erfordernis der rechtsgenüglichen Begründung vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG; ROGER GRÜNVOGEL, Das einzelrichterliche Verfahren nach Art. 108 BGG, AJP 2011, S. 59 ff. Ziff. 6.4 und 6.5 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung),
dass auch nicht ersichtlich ist, inwiefern eine der beiden Tatbestandsvoraussetzungen gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sein könnte,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. Juni 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

unemployment insuranceinterlocutory decisionadmissibilityremandirreparable harmcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Admissibility of the appeal against the cantonal remand decision under Art. 93 BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the challenged remand decision was an interlocutory decision and the appellant did not show any irreparable harm or a significant saving of time/costs.

Extrahierte Begründung

A remand decision that does not end the proceedings is an interlocutory decision. Under Art. 93 BGG, it is only challengeable if one of the statutory alternative conditions is demonstrated; this burden was not met.

Kernrechtsfrage

Court costs in the federal proceedings

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged.

Extrahierte Begründung

Given the non-entry disposition, the court waived costs under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG.

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