Non-entry on inadequately reasoned social welfare appeal

8C_474/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung26.06.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a Zurich Administrative Court decision in a social assistance matter. The Federal Court held that the filing did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG, because it did not show any violation of constitutional rights and instead attacked issues not decided below. The appeal was therefore not entered into under the simplified procedure. The Court also waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 95 ff. BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG; an appeal is inadmissible if it lacks a substantiated reasoning showing how the challenged decision violates federal or constitutional law. Where the decision concerns the application of cantonal law, the mere allegation of incorrect cantonal-law application does not constitute a self-standing ground of appeal; the appellant must specifically invoke and substantiate a violation of constitutional rights, in particular arbitrariness. The Federal Court, as an appeal court, in principle reviews only issues that formed the subject matter of the proceedings below. If these requirements are manifestly not met, non-entry in simplified procedure is permissible and court costs may exceptionally be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_474/2012

Urteil vom 26. Juni 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Sicherheitsdirektion, Kantonales Sozialamt, Schaffhauserstrasse 78, 8057 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, vom 29. März 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 30. Mai 2012 (Poststempel) gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Abteilung, vom 29. März 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennt dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass bei Beschwerden, die sich - wie vorliegend - gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbstständigen Beschwerdegrund bildet; vielmehr hat die Beschwerde führende Person darzulegen, inwiefern der beanstandete Akt gegen verfassungsmässige Rechte, wie etwa das Willkürverbot, verstossen soll,
dass die Eingabe des Beschwerdeführers diesen inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da ihr nicht entnommen werden kann, inwiefern das Nichteintreten der Vorinstanz auf eine entgegen § 19b Abs. 2 lit. a Ziff. 1 VRG/ZH nicht beim Regierungsrat, sondern beim Verwaltungsgericht gegen die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde, gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll,
dass sich das Bundesgericht als Rechtsmittelinstanz darüber hinaus - vorbehältlich vorliegend nicht gegebenen Ausnahmen - lediglich mit vor Vorinstanz Prozessthema bildenden Streitfragen auseinandersetzen kann,
dass die Vorbringen an der Sache vorbei zielen und der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Hinweis zu übersehen scheint, wonach ein Zuständigkeitskonflikt im Sinne von § 9 lit. e SHG/ZH erst gegeben sei, wenn sich neben einer Gemeinde (z.B. die vom Beschwerdeführer erwähnte Gemeinde A.________) eine zweite für die Sozialhilfe für unzuständig erklärt, wobei diese durchaus aus dem selben Bezirk (z.B. die vom Beschwerdeführer genannte Gemeinde W.________) stammen kann,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. Juni 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Schlagwörter

social assistancereasoned appealinadmissibilityconstitutional rightsnon-entrysimplified procedurejurisdictional conflictcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the statutory reasoning requirements.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal did not explain, in a constitutionally relevant manner, how the challenged non-entry decision violated rights.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42 BGG and Art. 95 ff. BGG, a party must set out the requests and a concise reasoning. Because the case concerned application of cantonal law, mere violation of cantonal law was not a standalone ground; constitutional rights had to be invoked and substantiated.

Kernrechtsfrage

Whether the Federal Court could address the appellant's arguments on the merits.

Extrahierter Entscheid

No. The arguments were not directed at the issues decided below and concerned a different dispute, namely an alleged jurisdictional conflict under cantonal social assistance law.

Extrahierte Begründung

As a court of appeal, the Federal Court normally deals only with issues that were part of the proceedings below. The appellant overlooked the lower court's explanation of when a jurisdictional conflict exists.

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