Unfounded appeal in accident insurance inadmissible

8C_463/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung30.06.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Helsana Versicherungen AG challenged a cantonal judgment in an accident-insurance case concerning treatment benefits. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the statutory reasoning requirements because it merely criticized the evidence assessment without demonstrating manifest factual error or legal violation. In simplified procedure, the court therefore declined to enter into the appeal without granting a correction period. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 750.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal where the complaint does not engage with the reasoning of the cantonal judgment: An appeal must set out, in concise form, how the challenged decision infringes federal law. Where factual findings are reviewable only under the restricted standard applicable to non-monetary benefits, the appellant must specifically demonstrate manifest inaccuracy or legal error. Mere criticism of the assessment of evidence is insufficient. If the appeal manifestly fails to satisfy these minimum requirements, the court may decline to enter in simplified procedure without setting a deadline for rectification (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_463/2010

Urteil vom 30. Juni 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiberin Weber Peter.

Verfahrensbeteiligte
Helsana Versicherungen AG, Versicherungsrecht, Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug
vom 15. April 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der Helsana Versicherungen AG vom 31. Mai 2010 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 15. April 2010,

in Erwägung,
dass es sich bei den streitigen Heilbehandlungsleistungen um Sach- und nicht um Geldleistungen handelt (vgl. Urteil 8C_695/2007 vom 20. März 2009 E. 1.3), weshalb das Bundesgericht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes grundsätzlich gebunden ist (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG e contrario) und die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur dann berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie zwar einen rechtsgenüglichen Antrag enthält, den Ausführungen jedoch nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid offensichtlich unrichtig und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen, beschränkt sich doch die Beschwerdeführerin auf eine im Rahmen der geltenden Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts unzulässige Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung, wogegen sie sich mit den einlässlichen Erwägungen des kantonalen Gerichts nicht auseinandersetzt,
dass deshalb - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass die Beschwerdeführerin entsprechend dem Verfahrensausgang kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG)

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 30. Juni 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Ursprung Weber Peter

Schlagwörter

accident insuranceadmissibilityreasoning requirementfactual findingsevidence assessmentnon-entrycourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal satisfied the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant failed to show in a legally sufficient way why the cantonal findings were manifestly incorrect or legally erroneous.

Extrahierte Begründung

The brief only contained an admissible request but no argument addressing the high threshold for reviewing factual findings in a case concerning non-monetary benefits; it merely attacked the assessment of evidence.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be admitted in simplified procedure without a time limit for rectification.

Extrahierter Entscheid

No. The court refused entry in simplified procedure without granting a cure period.

Extrahierte Begründung

Because the appeal manifestly did not meet the minimum requirements of Art. 42 BGG, the court applied Art. 108(1)(b) BGG and did not set a deadline for improvement.

Kernrechtsfrage

Costs of the proceedings

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

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