Non-entry for inadequate appeal reasoning in invalidity insurance case

8C_377/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung11.06.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's filing against the Federal Administrative Court's non-entry decision did not satisfy the formal requirements of Art. 42 BGG. It lacked a proper request and a case-specific explanation addressing why the lower court should have entered the appeal. As the deficiencies remained uncorrected despite prior warning, the Court declined to enter under the simplified procedure and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; appeal against a non-entry decision must itself be reasoned in a case-specific manner. Where the challenged decision concerns non-entry, a submission that addresses only the substantive merits of the underlying dispute does not constitute a sufficient legal remedy. The appellant must show, with reference to the procedural ruling, why the lower court's refusal to enter was unlawful. If these requirements are not met, the Federal Supreme Court may decline to enter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_377/2010

Urteil vom 11. Juni 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
Z.________, Philippinen,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. März 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des Z.________ vom 27. April 2010 (Poststempel) gegen den Nichteintretensentscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 23. März 2010 (publiziert im Bundesblatt vom 20. April 2010, BBl 2010 S. 2519),
in die Mitteilung des Bundesgerichts an Z.________ vom 5. Mai 2010, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerdeschrift, welche sich bei der Anfechtung von vorinstanzlichen Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit keine rechtsgenügliche Beschwerde darstellt (vgl. BGE 123 V 335; 118 Ib 134; ARV 2002 Nr. 7 S. 61 E. 2; RKUV 1998 Nr. U 299 S. 337),
dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. April 2010 den vorerwähnten Anforderungen mit Bezug auf ein rechtsgenügliches Begehren sowie eine sachbezogene Begründung offensichtlich nicht gerecht wird, wobei sich der Versicherte namentlich nicht in hinreichender Weise mit der prozessualen Erledigung durch die Vorinstanz auseinandersetzt und insbesondere nicht darlegt, weshalb das erstinstanzliche Gericht auf die Beschwerde hätte eintreten müssen und demzufolge der angefochtene Nichteintretensentscheid zu Unrecht ergangen sein sollte,

dass demnach kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht den Versicherten auf die Formerfordernisse von Beschwerden und die innert der Rechtsmittelfrist noch mögliche Verbesserung der mangelhaften Eingabe eigens hingewiesen hat,

dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. Juni 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

non-entry decisionformal requirementsreasoningappeal admissibilitysimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG, especially a specific request and adequate reasoning.

Extrahierter Entscheid

No; the submission did not contain a legally sufficient request or case-related reasoning addressing the non-entry decision.

Extrahierte Begründung

An appeal must state requests and reasons showing why the challenged decision violates the law. When challenging a non-entry decision, the appellant must address the procedural ruling itself, not only the merits. The appellant failed to explain why the lower court should have entered the case.

Kernrechtsfrage

Whether the Federal Supreme Court should enter the appeal under the simplified procedure of Art. 108(1)(b) BGG.

Extrahierter Entscheid

No; because no valid remedy was filed, non-entry was proper in simplified procedure.

Extrahierte Begründung

The deficiencies were obvious, and the appellant had already been warned that corrections were only possible within the appeal period. Therefore the appeal had to be dismissed without entering into the merits.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied.

Extrahierte Begründung

The Court waived costs under Art. 66(1) second sentence BGG.

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