Non-entry on appeal against remand order in disability insurance

8C_354/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung28.05.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dealt with an appeal in disability insurance against a cantonal judgment that had annulled the IV office decision and remanded the matter for further fact-finding. It held that the challenged remand order was a separately appealable interim decision, but the appellant neither alleged nor demonstrated the required irreparable harm or a saving of time and cost under Art. 93 BGG. As the complaint essentially targeted the assessment of an expert report and could still be raised against the final decision, the Court issued a non-entry decision in simplified procedure without exchange of briefs. Court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a cantonal remand order in social insurance matters. A remand decision that orders further evidence is, as a rule, an independently appealable interim decision only if the appellant substantiates either irreparable prejudice within the meaning of Art. 93(1)(a) BGG or the conditions of Art. 93(1)(b) BGG. Mere criticism of the evidentiary assessment, in particular of an expert report, does not suffice. Such objections may be raised together with the final decision pursuant to Art. 93(3) BGG. Failing a legally sufficient showing, the Federal Court will not enter into the appeal in simplified procedure (Art. 108(1)(a) and (b) BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_354/2010

Urteil vom 28. Mai 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
D.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Häfliger,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen,
Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Februar 2010.

Nach Einsicht
in den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Februar 2010, mit welchem die Beschwerde des D.________ teilweise gutgeheissen, die Verfügung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 2008 aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde,
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, mit welcher D.________ beantragen lässt, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm ab 1. Mai 2006 eine ganze, mindestens aber eine halbe Invalidenrente zuzusprechen,

in Erwägung,

dass es sich beim angefochtenen kantonalen Rückweisungsentscheid um einen - selbstständig eröffneten - Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt (BGE 133 V 477 E. 4.2 und 4.3 S. 481 f.; 133 V 645 E. 2.1 S. 647; vgl. auch BGE 135 II 30 E. 1.3.2 S. 34; zum hier nicht gegebenen Ausnahmefall, dass ein Rückweisungsentscheid als Endentscheid zu qualifizieren ist, siehe SVR 2008 IV Nr. 39 S. 131, 9C_684/2007, E. 1.1),
dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG), oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG),
dass der Beschwerdeführer nicht dartut, inwiefern ihm durch den Rückweisungsentscheid des kantonalen Gerichts ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (vgl. dazu auch BGE 133 V 477 E. 5.2 und 5.2.2 S. 483) oder ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten erspart werden könnte (zum Erfordernis der rechtsgenüglichen Begründung vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG),
dass auch nicht ersichtlich ist, inwiefern eine der beiden Tatbestandsvoraussetzungen gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sein könnte,
dass sich die Beschwerde nicht gegen die Rückweisung zur Sachverhaltsabklärung, sondern im Wesentlichen lediglich gegen die im angefochtenen Entscheid bejahte Schlüssigkeit des Gutachtens X.________ vom 4. Oktober 2007 bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wendet, welche Fragen er gegebenenfalls zusammen mit dem Endentscheid wird anfechten können (Art. 93 Abs. 3 BGG),
dass deshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG sowie ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. Mai 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

invalidity insuranceinterim decisionremand orderadmissibilityirreparable harmnon-entrycostsexpert report

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Admissibility of an appeal against a cantonal remand order in disability insurance proceedings

Extrahierter Entscheid

The remand decision was an independently appealable interim decision, but the appellant failed to show any irreparable harm or that immediate review would save a significant amount of time and cost in extensive evidence-taking.

Extrahierte Begründung

Under Art. 93 BGG, a separately issued remand order is only challengeable if one of the alternative admissibility requirements is met. The appellant did not plead or make apparent either prerequisite; his objections concerned mainly the assessment of an expert report and could be raised later with the final decision under Art. 93(3) BGG.

Kernrechtsfrage

Court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entertained, costs were imposed on the appellant under the applicable cost rules.

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