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8C_300/2012 ΓÇó Non-entry for insufficiently reasoned accident insurance appeal
8C_300/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung04.05.2012Dismissed
The Federal Supreme Court held that the insured person's appeal against the Aargau insurance court's accident-insurance judgment was manifestly insufficiently reasoned. The filing did not engage with the decisive cantonal reasoning on adequacy of causation, the assessed invalidity degree, or the integrity compensation, and amounted largely to appellatory repetition. The Court therefore did not enter into the appeal under Art. 108 BGG. It also rejected the request for free legal aid as the appeal was hopeless, and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.
Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b, Art. 64 Abs. 1 sowie Art. 66 BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde und Nichteintreten bei offensichtlich unzureichender Begründung. Die Beschwerde hat sich in gedrängter Form mit den für den Ausgang des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinanderzusetzen und konkret aufzuzeigen, welche Rechtssätze oder welche verfassungsmässigen Rechte verletzt sein sollen; blosse appellatorische Kritik oder die Wiederholung bereits vor Vorinstanz vorgebrachter Einwände genügt nicht (E. 1). Ist die Eingabe offensichtlich unzulässig, wird ohne Nachfristansetzung nicht darauf eingetreten. Bei Aussichtslosigkeit der Begehren ist die unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern; die Kostenfolgen richten sich nach Art. 66 BGG.
{T 0/2}
8C_300/2012
Urteil vom 4. Mai 2012
I. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.
Verfahrensbeteiligte
S.________,
vertreten durch die Beratungsstelle X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 15. Februar 2012.
Nach Einsicht
in die Beschwerde der S.________ vom 2. April 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Februar 2012 und das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass die Beschwerde vom 2. April 2012 den vorgenannten Erfordernissen offensichtlich nicht gerecht wird, indem sich die Eingabe mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz - insbesondere bezüglich der Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen den psychischen Beschwerden und dem als leicht bzw. banal eingestuften Unfall vom 5. Februar 2003 (und der deshalb nicht erforderlichen Prüfung von Zusatz- bzw. Adäquanzkriterien) sowie dem Einkommensvergleich (mit einem sich daraus ergebenden Invaliditätsgrad von 11 %) und der Bemessung der Integritätsentschädigung (mit einer Integritätseinbusse von 20 %) - nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, wobei in diesem Zusammenhang auch zu berücksichtigen ist,
dass die beim Bundesgericht eingereichte Rechtsschrift weitgehend appellatorische Kritik aufweist und bezüglich des materiellen Gehalts der Begründung sinngemäss praktisch ausschliesslich Wiederholungen der Beschwerde enthält, welche der Rechtsvertreter der Versicherten schon vor dem kantonalen Versicherungsgericht eingereicht und mit der sich das erstinstanzliche Gericht schon eingehend befasst hat (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.),
dass der Beschwerdeführer zwar Berichte verschiedener, im vorinstanzlichen Entscheid zitierter Ärzte aufführt, denen er eigene Darlegungen bzw. eine nach seiner Auffassung zutreffende Beweiswürdigung und einen daraus abgeleiteten Abklärungsbedarf gegenüberstellt, ohne indessen in konkreter und hinreichend substanziierter Weise aufzuzeigen, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG resp. eine für den Entscheid wesentliche unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 BGG begangen haben sollte,
dass deshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wegen Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG), womit die Beschwerdeführerin nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 4. Mai 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Ursprung
Der Gerichtsschreiber: Batz