Non-entry on social insurance appeal for insufficient reasoning

8C_279/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung05.04.2012Dismissed

Zusammenfassung

K. appealed a cantonal social insurance judgment to the Federal Supreme Court, but his submission lacked any request and did not engage with the lower court’s reasoning. The missing cantonal decision was later filed, yet this did not cure the defective appeal. In simplified procedure, the president held that the appeal did not satisfy Art. 42 BGG and therefore could not be entered into under Art. 108(1)(b) BGG. Exceptionally, no court costs were charged.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; form and reasoning requirements of a federal appeal. An appeal must contain specific prayers and a reasoned, issue-related critique of the challenged decision, showing in a concise manner which federal rights or legal norms were violated and, where relevant, that the factual findings were manifestly incorrect. A merely general or unsupported submission does not constitute a valid legal remedy. If the appeal is manifestly inadmissible for lack of reasoning, the court may decide in the simplified procedure without granting a cure period; subsequent filing of the impugned decision does not retroactively cure the defective appeal (consid. 1). Cost relief may exceptionally be granted under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_279/2012

Urteil vom 5. April 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, 4051 Basel,
vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, Güterstrasse 106, 4053 Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 14. Februar 2012.
Nach Einsicht
in die Beschwerde des K.________ vom 15. März 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 14. Februar 2012,
in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 16. März 2012 betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) am 27. März 2012 (Poststempel) erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Beschwerde vom 15. März 2012 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie kein Begehren und auch keine ausreichende Begründung enthält, indem sich der Versicherte nicht in konkreter Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 BGG unrichtig oder unvollständig festgestellt haben sollte,
dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage des Beschwerdeführers, kein gültiges Rechtsmittel erhoben worden ist, obwohl der angefochtene vorinstanzliche Entscheid gemäss Verfügung des Bundesgerichts vom 16. März 2012 nachgereicht worden ist,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren ausnahmsweise abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. April 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

social insuranceappeal admissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costssimplified procedure