Non-entry for insufficiently reasoned social welfare appeal

8C_274/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung19.04.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appeal against the Basel-Stadt appellate court's refusal to restore a missed deadline in a social welfare case. The appellant failed to satisfy the federal reasoning requirements because she only complained about her former counsel's conduct and did not engage with the cantonal court's decisive finding that the missed deadline resulted from gross negligence attributable to her. The Court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; insufficiency of reasoning in the federal appeal. A submission to the Federal Supreme Court must, in concise form, set out why the challenged decision violates the law and must engage with the decisive reasoning of the lower court. Mere criticism of a former representative, without addressing the imputation of counsel's conduct or the grounds of the contested decision, does not satisfy the pleading requirement. In such circumstances, the Court may declare the appeal inadmissible in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_274/2010

Urteil vom 19. April 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
H.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Basel-Stadt, Rheinsprung 16/18, 4001 Basel,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt
vom 15. Februar 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 26. März 2010 wie auch die Eingabe vom 1. April 2010 gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 15. Februar 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid ein Gesuch um Wiedereinsetzung in den Stand des zwischenzeitig abgeschlossenen Beschwerdeverfahrens VD.2009.745 auf die Zeit vor Ablauf der Frist zur Leistung des Kostenvorschusses mit der Begründung abgelehnt hatte, das Versäumen der Frist sei auf eine grobe Nachlässigkeit des rechtskundigen Vertreters zurückzuführen,
dass die Beschwerdeführerin letztinstanzlich einzig das Verhalten ihres damaligen Rechtsvertreters bemängelt, ohne indessen auch nur ansatzweise auf die Begründung der Vorinstanz einzugehen und dabei aufzuzeigen, weshalb ihr das Handeln des damaligen Rechtsvertreters nicht hätte zugerechnet werden dürfen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 19. April 2010
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

social welfareinadmissibilityreasoned appealimputationrestoration of deadlinecourt costs