Invalidity pension denied; no 100% incapacity shown

8C_267/2008Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung21.08.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

B. challenged the Bern IV office's refusal of an invalidity pension. The cantonal court had upheld the refusal after relying mainly on MEDAS expert reports concluding that he remained fully capable of work and had an invalidity degree of 0%. The Federal Supreme Court held that the appellant did not show any federal-law error or clearly incorrect fact-finding. It also confirmed that no further medical evidence, including a super-expert report, was required. The complaint was dismissed and court costs of CHF 500 were charged to B.

Omnilex-Regeste

Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 109 BGG; anticipatory assessment of evidence in invalidity insurance proceedings: the Federal Supreme Court is bound by the facts found below unless they are manifestly incorrect or based on a legal error. If the expert evidence is convincing and no legally relevant deficiency is shown, further evidence may be refused in anticipatory appreciation. A complaint that merely reargues the medical assessment without demonstrating federal-law error is manifestly unfounded and may be dismissed in the simplified procedure.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_267/2008

Urteil vom 21. August 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Lustenberger,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
B.________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger, Rämistrasse 5, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10,
3007 Bern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 15. Februar 2008.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle Bern ein Rentenbegehren des 1955 geborenen B.________ mit Verfügung vom 15. Juni 2006 ablehnte, da kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben sei,

dass diese Verfügung auf Einsprache des Versicherten hin - und nach Vornahme verschiedener ergänzender Abklärungen - mit Einsprache- entscheid vom 3. Juli 2007 bestätigt wurde,

dass das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, u. a. die dagegen erhobene Beschwerde abwies (Entscheid vom 15. Februar 2008),

dass B.________ hiegegen Beschwerde an das Bundesgericht einreichen lässt mit den Anträgen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihm "eine beschwerdeangepasste Rente" zuzusprechen; eventualiter sei der Fall zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen und ein "Obergutachten" einzuholen; schliesslich sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen,

dass mit Verfügung vom 10. Juni 2008 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen wurde, wobei B.________ in der Folge den vom Gericht einverlangten Kostenvorschuss am 27. Juni / 1. Juli 2008 geleistet hat,

dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden kann, wobei das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG); das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 132 V 393 zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [Art. 16 ATSG] für die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 IVG),

dass die Vorinstanz die für die Beurteilung des Rentenanspruchs massgeblichen Grundlagen sowie die diesbezügliche Rechtsprechung zutreffend dargelegt hat (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Akten, insbesondere auf Grund des Gutachtens und der Zusatzgutachten der Medizinischen Abklärungsstation (MEDAS) des Spitals X.________ vom 30. Mai 2006 bzw. 2. Februar und 13. März 2007, ausführlich und sorgfältig dargelegt hat, weshalb der Beschwerdeführer sowohl bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch hinsichtlich aller altersentsprechenden körperlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig ist, wogegen u. a. die Einschätzungen von Dr. S.________ und Dr. A.________ nicht aufzukommen vermögen, und der gestützt auf die als massgebend erachteten Gutachten ermittelte Invaliditätsgrad 0 % beträgt,
dass die dagegen in der Beschwerde vorgebrachten Einwände, mit welchen sich die Vorinstanz bereits zutreffend auseinandergesetzt hat, an dieser Beurteilung nichts zu ändern vermögen, da jedenfalls nichts vorgetragen wird, was eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG als erstellt oder die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts als mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG erscheinen liesse,

dass auch die in der Beschwerde eventualiter beantragten weiteren Abklärungen (einschliesslich der Einholung eines "Obergutachtens") zu keinem andern Ergebnis führen würden, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 176 E. 3.6; SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4b S. 28),

dass demzufolge auf den Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde im Verfahren nach Art. 109 BGG zu erledigen ist und die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 21. August 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

invalidity pensionmedical expertisefull work capacityinvalidity degreeanticipatory assessment of evidencefree legal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the refusal of an invalidity pension was unlawful because the insured had a compensable invalidity degree.

Extrahierter Entscheid

No. The available MEDAS reports supported full work capacity and an invalidity degree of 0%, so no pension entitlement existed.

Extrahierte Begründung

The Federal Supreme Court found no indication that the cantonal court had violated federal law or made an obviously incorrect factual finding. The objections did not undermine the probative value of the medical reports, and further evidence was unnecessary under anticipatory assessment of evidence.

Kernrechtsfrage

Whether further medical investigations, including a super-expert report, had to be ordered.

Extrahierter Entscheid

No. Additional clarifications would not have changed the result, so the request was rejected.

Extrahierte Begründung

Because the existing expert evidence was sufficient and the appellant did not show any legally relevant defect, the court could omit further evidence.

Kernrechtsfrage

Whether free legal aid should be granted in the Federal Supreme Court proceedings.

Extrahierter Entscheid

No. The complaint was deemed hopeless, so legal aid was refused.

Extrahierte Begründung

The court had already denied the request by order of 2008-06-10 on grounds of lack of prospects.

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