Non-entry for insufficiently reasoned appeal in social welfare case

8C_258/2007Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung03.09.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

F. challenged a decision of the Zurich Administrative Court in a social welfare matter before the Federal Supreme Court. The filing of 14 May 2007 did not comply with the BGG requirements for reasons and requests, and the later submission of 22 May 2007 could not cure this defect after the appeal deadline. The court therefore did not enter into the appeal. Because no court costs were imposed, the request for free legal aid became moot. The judgment was communicated to the parties, the Bezirksrat Zürich, and the Administrative Court of the Canton of Zurich.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1-2 BGG, Art. 42 Abs. 5-6 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; formelle Begründungsanforderungen der Beschwerde und Folgen ungenügender Begründung. Das Rechtsmittel hat in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; fehlt eine hinreichende Begründung, ist auf das Rechtsmittel im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Eine Nachfrist zur Verbesserung kommt nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Fällen in Betracht, nicht bei inhaltlicher Unzulänglichkeit der Beschwerde. Eine nach Ablauf der Rechtsmittelfrist eingereichte Verbesserung vermag den Mangel nicht zu heilen; dies gilt auch bei nachträglicher Vertretung durch einen Rechtsbeistand. Werden keine Gerichtskosten erhoben, erübrigt sich die Prüfung eines Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_258/2007

Urteil vom 3. September 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
F.________, Beschwerdeführer,

gegen

Stadt Zürich Support Sozialdepartement, Recht, Werdstrasse 75, 8036 Zürich, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Fürsorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 22. März 2007.

Das Präsidium der I. sozialrechtlichen Abteilung hat nach Einsicht
in die Eingabe des F.________ vom 14. Mai 2007 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 22. März 2007,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei in der Begründung gemäss Abs. 2 desselben Artikels in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt,
dass die Eingabe vom 14. Mai 2007 diesen Begründungsanforderungen nicht gerecht wird,
dass das Ansetzen einer angemessenen Frist zur Behebung des Mangels nur in den in Art. 42 Abs. 5 oder 6 BGG erwähnten Fällen zulässig ist, worunter das inhaltliche Ungenügen des Rechtsmittels nicht fällt (vgl. BGE 130 I 312 E. 1.3.1 S. 320, 123 II 359 E. 6b/bb S. 369, 118 Ib 134 E. 2, je mit Hinweis),
dass die nachträgliche Eingabe vom 22. Mai 2007 zu keinem andern Ergebnis zu führen vermag, weil auch eine Verbesserung der mangelhaften Eingabe vom 14. Mai 2007 durch einen unentgeltlichen Rechtsbeistand nach Ablauf der Rechtsmittelfrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) ausser Betracht fällt und eine hier relevante "Prozess- und Verhandlungsunfähigkeit" des Beschwerdeführers bei der von Dr. Bovet bejahten Urteils- und Handlungsfähigkeit nicht als erstellt gelten kann,
dass vorliegend von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird, weshalb sich das Begehren um unentgeltliche Prozessführung als gegenstandslos erweist,
in Anwendung von Art. 65 sowie Art. 66 Abs. 1 BGG und im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

erkannt:
1.
Auf die Eingabe vom 14. Mai 2007 wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bezirksrat Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zugestellt.

Luzern, 3. September 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

social welfareappeal admissibilityreasoning requirementnon-entryfree legal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 BGG

Extrahierter Entscheid

No. The filing did not set out, in concise form, why the challenged decision violated the law.

Extrahierte Begründung

An appeal must contain requests and reasons. The submitted statement failed to satisfy Art. 42 paras. 1-2 BGG, and the deficiency was not one that could be cured by setting a deadline under Art. 42 paras. 5-6 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant could cure the defect by a later filing or by appointing counsel after the appeal period

Extrahierter Entscheid

No. A later submission could not cure the defective appeal, and assistance by counsel after expiry of the appeal deadline was irrelevant; alleged procedural incapacity was not established.

Extrahierte Begründung

The later submission of 22 May 2007 did not change the result, because improving an insufficient appeal after the deadline falls outside Art. 100 para. 1 BGG, and no relevant inability to act was proven.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be levied and whether free legal aid became moot

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged; therefore the request for free legal aid became moot.

Extrahierte Begründung

Because the court refrained from imposing costs, there was no need to decide on free legal aid.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.