Non-payment of advance costs leads to non-entry

8C_229/2009Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung10.06.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court joined two social-insurance complaints by G. against SUVA, denied legal aid, and ordered an advance on costs. After the appellant still did not pay within the extended deadline, he filed another submission seeking revision of the order denying legal aid and requesting continuation of the proceedings. The Court held that the revision request was obviously inadmissible because no statutory revision ground was pleaded. It therefore did not enter into the revision request and, because the advance costs remained unpaid, also did not enter into the complaints. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 121-123 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; revision of an interlocutory order is admissible only if a statutory ground is specifically alleged and the request shows its relevance to the reasoning of the challenged decision. A merely general reconsideration request, even if accompanied by new medical material, is insufficient. Art. 62 Abs. 3 BGG; if an ordered advance on costs is not paid within the extended time limit, the court must not enter into the appeal. Art. 66 Abs. 1 and 3 BGG; court costs are borne by the unsuccessful party.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_229/2009, 8C_230/2009

Urteil vom 10. Juni 2009
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Niquille, Bundesrichter Maillard,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
8C_229/2009
G.________,
Beschwerdeführer,

und

8C_230/2009
G.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerden gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 14. Januar 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerden des G.________ vom 6. März 2009 (Poststempel) und des Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, vom 6. März 2009 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 14. Januar 2009 einschliesslich des Gesuchs um Vereinigung der Verfahren sowie um unentgeltliche Rechtspflege,

in die Verfügung vom 31. März 2009, mit welcher das Bundesgericht die Verfahren vereinigte, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abwies und den Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.- bis zum 4. Mai 2009 aufforderte (Verfügung vom 6. April 2009),

in die Verfügung vom 13. Mai 2009, mit welcher dem Versicherten zur Bezahlung des Kostenvorschusses eine Nachfrist bis zum 25. Mai 2009 angesetzt wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

in die Eingabe des G.________ vom 25. Mai 2009 (Poststempel), worin u.a. das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erneuert, die Aufhebung der Verfügung vom 31. März 2009 sowie die Weiterführung des Verfahrens beantragt wurde,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kostenvorschuss - nach der mit Verfügung vom 31. März 2009 erfolgten Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege - auch innerhalb der Nachfrist (Verfügung vom 13. Mai 2009) nicht geleistet hat,
dass das am 25. Mai 2009 gestellte sinngemässe Gesuch um Revision der Verfügung vom 31. März 2009 offensichtlich unzulässig ist, weil darin - auch unter Berücksichtigung des Berichts des Dr. M.________ vom 8. Mai 2009 - nicht einer der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121-123 BGG) dargelegt und auch nicht ausgeführt wird, inwiefern mit Bezug auf die Entscheidgründe der Verfügung vom 31. März 2009 ein Revisionsgrund gegeben sein soll (s.a. Art. 42 Abs. 2 BGG),

dass deshalb zufolge Nichtleistung des Kostenvorschusses androhungsgemäss vorzugehen und gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG auf die Beschwerden nicht einzutreten ist,

dass der Beschwerdeführer nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Gesuch vom 25. Mai 2009 wird nicht eingetreten.

2.
Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 10. Juni 2009

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

non-entryadvance costsrevisionlegal aidsocial insurancecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request of 25 May 2009 for revision of the order of 31 March 2009 was admissible.

Extrahierter Entscheid

The request was manifestly inadmissible because it did not invoke any statutory ground for revision and did not explain how such a ground would relate to the reasons of the order.

Extrahierte Begründung

A valid revision request must plead a ground under Arts. 121-123 BGG and link it to the challenged reasoning; this was not done, even considering Dr. M.'s report.

Kernrechtsfrage

Whether the complaints could be entered into despite non-payment of the ordered advance costs.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance costs were not paid within the extended time limit, the court had to refrain from entering into the complaints.

Extrahierte Begründung

Under Art. 62(3) BGG, failure to pay the requested advance costs after warning leads to non-entry.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The appellant bears the court costs of CHF 300.

Extrahierte Begründung

Costs were imposed on the unsuccessful appellant pursuant to Arts. 66(1) and 66(3) BGG.

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