Non-entry for insufficiently substantiated social welfare appeal

8C_226/2008Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung16.05.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a judgment of the Lucerne Administrative Court in a social welfare matter and requested free legal aid. The Federal Supreme Court held that the appeal did not comply with the statutory reasoning requirements because it failed to engage with the reasons of the lower court judgment and did not identify specific infringements of law or constitutional rights. The court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure. As no court costs were levied, the request for free legal aid became moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 95 und 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for manifestly insufficient reasoning. A federal appeal must, in a manner directed to the challenged reasoning, set out the relief sought and the grounds of error, with specific reference to the violated provisions and, where fundamental rights or cantonal law are invoked, with clear and detailed substantiation. Mere criticism or undeveloped assertions do not constitute a valid legal remedy. Where these requirements are not met, the court may decline to enter in simplified procedure; if no costs are imposed, a request for legal aid becomes moot.

Gesamter Gesetzestext

8C_226/2008
{T 0/2}

Urteil vom 16. Mai 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
F.________, Beschwerdeführerin,

gegen

  1. Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern, Abteilung Rechtsdienst, Bahnhofstrasse 15, 6003 Luzern,

  2. Gemeinde X.________, vertreten durch den Gemeinderat X.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand
Fürsorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 11. Februar 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der F.________ vom 19. März 2008 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 11. Februar 2008 und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,
in die Eingabe der F.________ vom 1. April 2008 betreffend Aktenzusendung,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452, 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG sowie des Art. 273 Abs. 1 BStP und des Art. 90 Abs. 1 OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften (Botschaft, a.a.O. Ziff. 2.2.4, S. 4232) und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass insbesondere bei der Anfechtung von Entscheiden, die sich - wie vorliegend - auf kantonales Recht stützen bzw. in denen allenfalls eine Verletzung von Grundrechten in Frage steht, die entsprechenden Rügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 95 und 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche kantonalen und verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.; vgl. auch BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass die Eingaben der Beschwerdeführerin den vorgenannten Anforderungen offensichtlich nicht genügen, indem in keiner Weise nach den erwähnten gesetzlichen Erfordernissen anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheides aufgezeigt wird, welche kantonalen bzw. verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch das Urteil der Vorinstanz verletzt sein sollten,

dass mithin kein gültiges Rechtsmittel vorliegt,
dass von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird, weshalb sich das Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos erweist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 16. Mai 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

i.V. Widmer Batz

Schlagwörter

social welfareappeal admissibilityreasoning requirementsnon-entryfree legal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Extrahierter Entscheid

The submissions did not specifically address the reasoning of the challenged judgment or show which federal, cantonal, or constitutional rights were violated.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42 paras. 1-2 BGG and, for rights complaints, Art. 95 and 106 para. 2 BGG, the appeal must be substantiated by concrete reference to the contested reasoning; this was plainly absent.

Kernrechtsfrage

Whether free legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

The request became moot because no court costs were charged.

Extrahierte Begründung

Since the court waived costs, the application for legal aid no longer had practical significance.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be entered into in simplified procedure.

Extrahierter Entscheid

The court did not enter into the appeal in simplified procedure because no valid legal remedy was filed.

Extrahierte Begründung

Art. 108 para. 1 lit. b BGG allows non-entry where the appeal is manifestly insufficiently reasoned.

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