Non-entry for insufficiently reasoned appeal in disability insurance

8C_224/2014Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung06.05.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person appealed a Federal Administrative Court decision concerning an IV pension. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the formal requirements of Art. 42 BGG because it contained no proper request and did not engage with the decisive reasoning of the lower court. The later filing did not cure these defects. The court therefore did not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and waived court costs because of the circumstances.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; admissibility of a federal appeal requires proper requests and reasoned engagement with the decisive considerations of the challenged decision. A mere general objection, without specific reference to the lower court’s reasoning and without showing a violation of federal law or an obviously incorrect determination of facts under Art. 95 ff. and Art. 97 Abs. 1 BGG, is insufficient. If these minimum requirements are manifestly lacking, the appeal is inadmissible and non-entry may be ordered in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; the question of timeliness of any supplementary filing then need not be examined. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

8C_224/2014

Urteil vom 6. Mai 2014

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom
17. Februar 2014.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der P.________ vom 17. März 2014 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 17. Februar 2014,

in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 19. März 2014 u. a. betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) und Anforderungen an Beschwerden (bzw. Verbesserungsmöglichkeit derselben) mit Eingabe vom 14. April 2014 (Poststempel) erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176, 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),

dass die Beschwerde vom 17. März 2014 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und sich die Versicherte nicht in konkreter Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz über die der Beschwerdeführerin zugesprochene, hier einzig streitige Viertels- (bzw. höhere) Rente der Invalidenversicherung auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das erstinstanzliche Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,

dass deshalb die Beschwerde vom 17. März 2014 kein gültiges Rechtsmittel darstellt,

dass auch die Eingabe vom 14. April 2014 - trotz Nachreichung des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheides gemäss Verfügung des Bundesgerichts vom 19. März 2014 - wiederum kein gültiges Rechtsmittel darstellt, obwohl das Bundesgericht die Beschwerdeführerin auf die entsprechenden Anforderungen an Rechtsmittel und die nur innert der Beschwerdefrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit bezüglich der mangelhaften ersten Eingabe am 19. März 2014 ausdrücklich hingewiesen hat,
dass demnach auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass angesichts dieses Ergebnisses auf die Rechtzeitigkeit der Eingabe vom 14. April 2014 (vgl. Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 44 - 48 BGG) nicht eingegangen zu werden braucht ,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 6. Mai 2014

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementnon-entrysocial insuranceinvalidity pensioncourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the minimum requirements of Art. 42 BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain admissible requests or sufficient reasoning because it failed to engage with the decisive findings of the lower court.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must specify requests and, in concise form, explain how the challenged decision violates law; the appellant did not address the reasons relevant to the pension dispute or show any legal or factual error under Art. 95 ff. and Art. 97 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the court had to examine the timeliness of the supplemented filing

Extrahierter Entscheid

No. Because the appeal was already manifestly inadmissible, the court did not need to examine timeliness.

Extrahierte Begründung

Once the appeal was found not to satisfy the formal requirements, the question of whether the supplementary filing was timely became irrelevant.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed due to the circumstances of the case.

Extrahierte Begründung

The court exercised discretion to waive costs under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

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